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Unterwegs kühl bleiben: Hitzetipps aus Japan

Bist du auch von der Hitzewelle erschöpft? Man will sich am liebsten neben einem Ventilator oder Klimaanlage verstecken, aber manchmal muss man trotzdem raus. Dazu hat unser Redakteur einige Tipps gesammelt, und zwar aus Japan.

 

*Alternativlink zum Video: YouTube

 

Dort hat er ebenfalls eine Hitzewelle erlebt. Die Temperaturen waren sehr ähnlich wie jetzt, nur mit einer viel höheren Luftfeuchtigkeit. Wie man in der Grafik sieht, ist eine Luftfeuchtigkeit von 75% – 85% schlimmer als „bedrückend“, sondern als „miserabel“ einzustufen. Zum Vergleich: in Wien lag die Luftfeuchtigkeit gestern bei nur 17 %. Je höher die Luftfeuchtigkeit, desto schlechter kann der Körper sich durchs Schwitzen abkühlen.

In Japan ist Abkühlung also ein sehr wichtiges Thema. Es gibt viele lustige Techniken und Produkte dafür, wie z.B. Ventilator-Jacken. Was auf den ersten Blick komisch aussieht, funktioniert anscheinend gut: Lange Ärmel schützen vor der Sonne, und die Luft bleibt in Bewegung. Eine gewöhnlichere Alternative sind Handventilatoren und Fächer. Ein Luftzug trocknet den Schweiß auf der Haut. Durch diese Verdampfung kühlt man ab. Es gibt sogar Ventilatoren, die man einfach am Gürtel oder Oberteil befestigt, damit man die Hände frei hat.

An heißen Tagen ist die Sonne dein schlimmster Feind! Sie überträgt Hitzeenergie kontinuierlich direkt auf deine Haut, auch wenn es bewölkt ist. Sonnenlicht sollte man also vermeiden — in Japan sind Schirme weit verbreitet, aber eine Kopfbedeckung hilft auch viel. Hier spielt die Kleidung eine große Rolle: Luftig und locker in hellen Farben ist die beste Wahl. Stoffe wie Leinen und Baumwolle kühlen gut. Manchmal ist lange Kleidung sogar besser als kurze Teile, weil sie den Körper vor der starken Sonne besser schützt.

Der Körper kühlt sich hauptsächlich durchs Schwitzen ab — aber manchmal ist es zu viel! In Japan gibt es alle mögliche Variante von Tüchern, um den Schweiß abzuwischen.

(Deute aufs Bild) Was ist das für ein komisches Halsband? Das ist quasi ein Eispack, um das Blut im Hals direkt abzukühlen. Am Hals und am Handgelenk fließt viel Blut nah unter der Haut. Wenn man hier etwas Kaltes dagegenhält, ist die Wirkung viel stärker. Im Internet kann man solche Kühlpacks kaufen, aber man könnte auch ein Tuch mit kaltem Wasser befeuchten und es sich um den Hals binden.

Nach langem Gehen kühlt ein Fußbad sehr schön ab. Mit offenen Schuhen kann man die Füße sogar unterwegs an einem Brunnen oder mit einer Flasche direkt abspritzen. Wenn man zu Hause ist, hilft eine lauwarme Dusche langfristig am meisten.

Japan ist für seine Küche bekannt — im Sommer sind kalte Nudeln besonders beliebt. Die werden sogar manchmal mit Eiswürfeln serviert. Oder wie wärs mit einer kalten Gurke am Spieß? Kalte Suppen und Salate sind auch gut gegen die Hitze.

Manchmal muss man die Körpertemperatur nicht unbedingt senken. Hier reicht es, sich kühler zu fühlen. Dafür sind Sachen wie dieser Kältespray nützlich: Die komprimierte Luft kühlt tatsächlich ein bisschen ab, aber der Hauptwirkstoff ist Menthol, das ein kaltes Gefühl auf der Haut vermittelt. Ähnlich ist der Tipp mit Heißgetränken: Zum Beispiel soll heißer Tee dich abkühlen, weil er den Körper zum Schwitzen anregt. Das stimmt zwar, aber wenn man schon verschwitzt ist, hat das keine kühlende Wirkung mehr.

Das war’s mit den Tipps aus Japan! Die „klassischen“ Tipps sollte man aber nicht vergessen: viel Trinken und unnötige Anstrengung vermeiden! Im Beitragstext findest du weitere Videos mit Tipps, wie du dich und dein Zuhause kühl halten kannst.

 

Mehr dazu:

11 Tipps, um dein Zuhause kühl zu halten

5 Apotheken-Tipps für heiße Tage

Vokabeln erklärt: Abkühlung und Klimaanlagen

Foto/Video Credits: Adobe Stock, Canva / Thomas Pichler / Gebärdenwelt.tv
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