Heute ist der Internationale Weltfrauentag. Am 8. März beschäftigen wir uns mit der Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft. Das bedeutet, dass Frauen die gleichen Rechte erhalten und nicht aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden.
*Alternativlink zum Video: YouTube
Als der Tag ursprünglich eingeführt wurde, war das Wahlrecht für Frauen das wichtigste Thema. Neuseeland führte 1893 als erstes Land das Frauenwahlrecht ein, das letzte Land war Saudi-Arabien im Jahr 2015. Mittlerweile können Frauen in allen Ländern mit freien Wahlen wählen, doch eine vollständige Gleichstellung ist in vielen Ländern noch weit entfernt.
Auch in Ländern wie Österreich werden Frauen oft diskriminiert. Diese Diskriminierung kann am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder auch zu Hause stattfinden. Frauen werden außerdem deutlich häufiger Opfer von Gewalt: In Österreich haben 20 % aller Frauen über 15 körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt, 35 % haben sexuelle Belästigung erfahren.
Gehörlose Frauen sind eine besonders gefährdete Gruppe, da sie sowohl als gehörlose als auch als weibliche Personen diskriminiert werden können. Das nennt man Mehrfachdiskriminierung. Gleichzeitig haben gehörlose Frauen nur eingeschränkten Zugang zu Unterstützung. Kommunikationsbarrieren bestehen in Bereichen wie der Gewaltprävention, aber auch in anderen Bereichen, etwa bei psychischen Erkrankungen.
Am Weltfrauentag sollten wir besonders auf die Gleichstellung gehörloser Frauen achten. Gleichzeitig müssen wir auch den Mut betroffener Frauen würdigen. In einem Gastbeitrag im ÖGLB-Newsletter hat sich die Psychologin Paulina Spelbrink mit diesem Thema beschäftigt. Das Video dazu haben wir im Text verlinkt.
Quellen:
https://worldpopulationreview.com/country-rankings/countries-where-women-cant-vote
FRA-Studie. Gewalt gegen Frauen. Eine EU-weite Erhebung. 2014
