Herzlich Willkommen zu den aktuellen Nachrichten. Die Grazer Schule hat nach dem Amoklauf vor 2 Wochen wieder geöffnet, die betroffenen Bereiche sind aber noch gesperrt. Jeff Bezos heiratet in Venedig, und ein FPÖ-Politiker will die Pride verbieten.
Zuerst aber eine vermeintlich gute Nachricht aus dem Nahen Osten.
Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran
Die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Waffenruhe zwischen dem Iran und Israel ist nun in Kraft getreten. „Bitte verletzen Sie die Waffenruhe nicht“, forderte Trump die Kriegsparteien auf. Israel sieht alle Ziele der Operation als erreicht an und will Verstöße gegen Waffenruhe „energisch“ bestrafen. Der Iran will nicht mehr mit der UNO-Atombehörde IAEA zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass keine Inspektoren mehr in iranische Atomanlagen dürfen. So kann niemand unabhängig prüfen, wie stark die Anlagen nach US-Angriffen beschädigt sind. Der Iran hat auch damit gedroht, die Straße von Hormus zu sperren. Die Straße von Hormus ist eine schmale Wasserstraße zwischen dem Iran und Oman. Fast ein Drittel des weltweiten Öls wird durch diese Meerenge transportiert. Eine Sperre bedeutet: viel weniger Öl wird geliefert, der Preis wird stark ansteigen.
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Grazer Schule nach Amoklauf wieder offen
Vor fast 2 Wochen gab es in einer Schule in Graz einen Amoklauf. Die Schule war bis Sonntag geschlossen. Nun ist der Betrieb wieder aufgenommen worden. Am Montag sind einige Schüler wieder zurückgekommen. Es gibt aber noch keinen normalen Unterricht. Die Jugendlichen sprechen über das, was passiert ist, um das Erlebte gemeinsam zu verarbeiten. Wer möchte, kann in die Schule kommen, andere werden in separaten Bereichen oder Containern betreut, und niemand wird zum Betreten des Gebäudes gezwungen. Die Polizei untersucht weiter und wertet Videos und Fotos aus. Für Betroffene stehen verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung, an denen psychologische Beratung und Unterstützung angeboten werden. Zusätzlich gibt es telefonische Hotlines. Das Projekt „Gesund aus der Krise“ bietet außerdem kostenlose psychologische Beratung für junge Menschen bis 21 Jahre an. Wer Unterstützung benötigt, sollte nicht zögern, diese Angebote in Anspruch zu nehmen. Wir verlinken die Stellen nochmal unten im Text
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Kritik an der FPÖ
Ein FPÖ-Politiker aus Oberösterreich, Michael Gruber, hat gesagt, er könnte sich ein Verbot von Pride-Veranstaltungen vorstellen. Er findet, dass Sexualität Privatsache ist und die Regenbogenparaden ein „Ausnahmezustand“ seien. Er begründet das mit dem Schutz von Kindern. Viele Menschen und Politiker von SPÖ, Grünen und Neos kritisieren ihn scharf. Sie sagen: Pride steht für Menschenrechte und Freiheit. Wer Pride verbieten will, stellt sich gegen die offene Gesellschaft und die Versammlungsfreiheit. Sie meinen, solche Forderungen sind undemokratisch.
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Kritik aus Venedig zur Hochzeit von Jeff Bezos
Jeff Bezos, der Gründer von Amazon, heiratet diese Woche Lauren Sánchez in Venedig. Die Hochzeit hat noch nicht stattgefunden – sie soll am Freitag gefeiert werden. Die Feierlichkeiten beginnen aber schon ab heute und dauern insgesamt drei Tage. Zu der Hochzeit werden etwa 200 prominente Gäste erwartet, darunter viele Stars und Milliardäre. Viele Gäste reisen mit Privatjets oder Yachten an.
In Venedig gibt es große Proteste gegen die Hochzei. Venedig hat große Probleme mit zu vielen Touristen. Viele Gäste kommen mit Privatjets und verursachen Umweltverschmutzung. Die Hochzeit kostet Millionen Euro und blockiert viele Hotels und Wassertaxis. Die Aktivisten sagen: Die Superreichen nutzen die Stadt aus, ohne auf die Einheimischen Rücksicht zu nehmen. Sie wollen, dass Jeff Bezos nicht so viel Raum in der Stadt einnimmt.
UPDATE: Anscheinend ist die Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran bereits gebrochen worden. Wir informieren in der nächsten Nachrichtensendung am Donnerstag darüber.
Alternativlink:Youtube
Links: Psychologische Hilfe:
In der Grazer ASKÖ-Halle und der Helmut List Halle gibt es Informationszentren und schulpsychologische Beratung.
Schulpsychologie der Bildungsdirektion Steiermark 0664 80 345 55 665
Telefonseelsorge 142
„Rat auf Draht“ 147
Krisenintervention des Landes Steiermark 0800 500 154.
„Gesund aus der Krise“ https://gesundausderkrise.at/
