Skip to content

Aktuelle Nachrichten vom 09.07: Ende US-Gehörlosenkonferenz, Nationalrat verbietet Einweg-Vapes

Herzlich Willkommen zu den aktuellen Nachrichten. Das sind heute unsere Themen: 1. In den USA ging am Wochenende die alle zwei Jahre stattfindende Versammlung der National Association of the Deaf, also des US-Gehörlosenverbandes, zu Ende.  2. Der österreichische Nationalrat verbietet Einweg-Elektro-Zigaretten. Und 3. 50 Cent fürs WC: eine Wienerin klagt wegen Benachteiligung.

 

Alternativlink zum Video: YouTube

 

Gerade ist die Konferenz der National Association  of the Deaf in San Francisco zu Ende gegangen. Die NAD (National Association of the Deaf) ist die älteste und größte US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation von und für gehörlose und schwerhörige Menschen. Sie wurde 1880 gegründet und setzt sich für den Schutz der Rechte der Deaf-Community (einschließlich Gehörloser, Taubblinder und Spätertaubter) ein. Die NAD-Konferenz ist das wichtigste Treffen der Gehörlosengemeinschaft in den Vereinigten Staaten und findet nur alle zwei Jahre statt. Am Sonntag 5. ist sie in San Francisco zu Ende gegangen. Mehrere Tausend Teilnehmende kamen zusammen, um über Rechte Bildung, Barrierefreiheit, Technologie und die Zukunft der Gemeinschaft zu diskutieren. Weiters wurde ein neuer Vorsitzender gewählt. Zudem bekräftigte die National Association of the Deaf (NAD) ihre im Mai veröffentlichte Position zur Gentherapie: Sie unterstützt Gentherapien bei schweren Erkrankungen, lehnt jedoch Anwendungen ab, die darauf abzielen, Taubheit zu beseitigen oder die taube Identität infrage zu stellen.

—————————————

Der Nationalrat hat beschlossen, dass Einweg-E-Zigaretten, sogenannte Vapes, mit und ohne Nikotin ab 2027 verboten werden. Auch Nikotin-Beutel ohne Tabak dürfen dann nicht mehr an unter 18-Jährige verkauft werden. Werbung dafür wird auch verboten, und man kann sie in Zukunft nicht mehr online bestellen. Außerdem muss man Strafe zahlen, wenn man Tabak-Produkte auf Kinderspielplätzen wegwirft.
Einweg-E-Zigaretten sind reine Wegwerfprodukte, die Batterie und das Liquid können nicht nachgefüllt oder ausgetauscht werden, was eine enorme Ressourcenverschwendung darstellt. Neben dem Jungend und dem Umweltschutz geht es auch um die Brandgefahr: Die fest verbauten Akkus landen oft im falschen Müll und verursachen immer häufiger gefährliche Spontanbrände in Abfallanlagen.

 

————————————— 

 

Eine Wienerin klagt gegen die Stadt Wien, weil sie für die Benutzung einer öffentlichen Toilette 50 Cent bezahlen musste. Ihr männlicher Begleiter konnte das kostenlose Pissoir benutzen. Sie sieht darin eine Benachteiligung von Frauen.Die Stadt Wien erklärt, dass die Gebühren wegen der höheren Kosten für Reinigung und Betreuung der WC-Kabinen verlangt werden. Eine Einigung bei einer Schlichtung gab es nicht, deshalb zieht die Frau nun vor Gericht. Auch die Volksanwaltschaft hält die unterschiedliche Regelung für problematisch. 

 

 

Foto/Video Credits: APA / Gebärdenwelt.tv / KI
Beitrag teilen

Accessibility Toolbar