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Aktuelle Nachrichten 21.07: Kritik an Österreich von der EUD, Deaflympics-Teilnehmende stehen fest

Herzlich Willkommen zu den aktuellen Nachrichten. Heute haben wir diese Themen für euch: 1. Fazit der Fußball WM in den USA, 2. Deaflympics 2027: Teams stehen fest, mehrere Wettbewerbe mussten abgesagt werden und 3. Scharfe Kritik von der European Union of the Deaf an Österreichs Gebärdensprachenpolitik.

 

Alternativlink zum Video: YouTube

 

Die Fußball WM der Männer ist am Wochenende in den USA zu Ende gegangen. Spanien gewann mit 1:0 gegen Argentinien. Doch viele Fans sprachen nach dem Turnier mehr über Geld als über Fußball. Die Ticketpreise waren extrem hoch: Für die besten Plätze im Finale wurden bis zu 33.000 US-Dollar verlangt. Der Preis auf dem offiziellen Zweitmarkt kletterte sogar auf bis zu 2,3 Millionen US-Dollar. Besonders umstritten waren die neuen Hydration Breaks. Zweimal pro Spiel wurde für drei Minuten unterbrochen – offiziell für Trinkpausen, praktisch jedoch für Werbung. Auch das Finale bekam zum ersten Mal eine Halbzeitshow wie beim Super Bowl. Stars wie Madonna, Justin Bieber, Shakira und BTS traten auf, die Pause wurde deutlich verlängert. Viele Fußballfans fanden, dass die Show nicht zur WM passt und vom Spiel ablenkte. Für Kritik sorgte außerdem Donald Trump. Er übergab den WM-Pokal und blieb nach der Siegerehrung mit den spanischen Spielern auf dem Rasen. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, sich in die Entscheidung über eine rote Karte eines US-Spielers eingemischt zu haben. 

Viele Fans hoffen deshalb, dass bei der nächsten WM wieder der Fußball wichtiger ist als Werbung, Prominente und große Shows. Die nächste WM findet bereits 2027 statt – nämlich die Fußball WM der Frauen in Brasilien. 

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Wir bleiben beim Sport. Das International Committee of Sports for the Deaf (ICSD) hat nach Ablauf der Anmeldefrist am 15. Juli 2026 die qualifizierten Teams für die Winter Deaflympics 2027 in Tirol bekannt gegeben. Gleichzeitig wurde bestätigt, dass drei Wettbewerbe nicht stattfinden werden, weil sich nicht genügend Teilnehmende angemeldet haben.  Abgesagt wurden das 3×3-Eishockey der Frauen sowie die Snowboard-Freestyle-Wettbewerbe Big Air und Slopestyle. Den Link zur gesamten Liste findet ihr auf unserer Homepage. 

Mit der Bestätigung der Teilnehmer: Innen rücken die Winter Deaflympics 2027 einen weiteren Schritt näher. Die Spiele werden in Innsbruck, Seefeld und weiteren Orten in Tirol ausgetragen. 

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Die European Union of the Deaf (EUD) kritisiert Österreichs Umgang mit der Österreichischen Gebärdensprache. Obwohl sie seit 2005 verfassungsrechtlich anerkannt ist, fehlen laut EUD weiterhin verbindliche gesetzliche Regelungen. Besonders bemängelt werden der fehlende Rechtsanspruch auf Bildung in Österreichischer Gebärdensprache, unzureichend geregelte Dolmetsch-Leistungen sowie Lücken bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Österreich erreicht in der Bewertung nur 3 von 8 Punkten. Auf das österreichische Schulnotensystem übertragen entspricht das einem klaren „Nicht genügend“. Um die Situation zu verbessern, fordert die EUD ein umfassendes Gebärdensprachgesetz. Dieses soll den Anspruch auf bilinguale Bildung, einen flächendeckenden Zugang zu qualifizierten Gebärdensprachdolmetscher:innen sowie die gleichberechtigte Teilhabe gehörloser Menschen in Bildung, Behörden, Justiz und Gesundheitswesen verbindlich absichern. 

 

Links: 

https://www.deaflympics.com/pdf/INNSBRUCK2027_Results_of_Team_Sports_Qualification.pdf 

https://www.deaflympics.com/news/innsbruck-seefeld-tirol-2027-team-sports-qualification-results-and-cancelled-events 

https://eud.eu/from-recognition-to-officialisation-a-new-eud-book-redefining-sign-language-rights-in-europe/ 

 

Foto/Video Credits: Gebärdenwelt.tv / KI / EUD
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