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Weltmeere im Kampf gegen den Klimawandel

Wie ihr bereits aus unserem Beitrag über den Netflix-Film “Seaspiracy” wisst, tragen die Weltmeere maßgeblich zu unserem Klima bei. Auch beim Einbremsen des Klimawandels leisten die Weltmeere einen Großteil der Arbeit. 

 Denn sie haben rund ein Viertel des vom Menschen produzierten Kohlendioxids aufgenommen und etwa 90 Prozent der Wärme, die durch den menschengemachten Treibhauseffekt entstanden sind. Auch deshalb weist der Europäische Tag des Meeres am 20. Mai auf die besondere Bedeutung der Meere und Ozeane für das Leben auf der Erde hin. 

Das Problem: Während sich immer größere Mengen klimaschädlicher Gase in der Atmosphäre anreichern, können die Weltmeere zugleich immer schlechter gegensteuern. „Man kann sich das Verhältnis von Meer und Luft in etwa wie einen Trinkwassersprudler vorstellen“, erklärt der Meeresökologe Thorsten Reusch vom Kieler Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Steigt der Druck des Gases in der Atmosphäre, nimmt die Oberfläche des Wassers einen Teil davon auf. „Natürlich ist der Druck im Sprudler extrem viel größer, aber so in etwa funktioniert die Aufnahme des Gases Kohlenstoffdioxid im Meerwasser.“ 

Die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Luft steigt seit Jahrzehnten an, vor allem wegen der Verbrennung von Erdöl, Kohle oder Erdgas. Dadurch gerät eine große zusätzliche Menge an Kohlendioxid in die Atmosphäre und damit auch ins Meerwasser. Das führt unter anderem zu seiner Versauerung. 

Auch die hohen Fangquoten werden zum Problem. Ob mit Grundschleppnetz oder nicht: Generell ist eine hohe Entnahme von Fischen aus ihrem Ökosystem ein Problem. Allein innerhalb der EU-Gewässer seien nur etwa zwölf Prozent der Fischbestände in einem guten ökologischen Zustand. Im vergangenen Jahr haben die Mitgliedsstaaten in EU-Gewässern etwa 1,5 Millionen Tonnen Meerestiere gefangen. 

Quelle: APA/AFP 

Foto/Video Credits: APA / Gebärdenwelt.tv
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