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Kamera aus! Heißt es am Fischmarkt in Japan… 

Wer zurzeit Netflix schaut, der hat ihn wahrscheinlich schon gesehen. Den mutigen Film „Seaspiracy“ von den beiden Dokumentarfilmer*innen Ali und Lucy Tabrizi.  

Mutig deshalb, weil immer wieder der Satz „Kamera aus!“ ertönt. Vieles soll nicht aufgedeckt werden. So ist zum Beispiel der Walfang seit 1986 international verboten und dennoch geht die Jagd in Japan weiter. Heimlich. Und gut bewacht. Mit schrecklichen Bildern wird man konfrontiert.  

Auch die Delphine fallen den Fischern zum Opfer. Die Fischer betrachten die Delphine als Konkurrenz. Sie schlachten sie ab, weil sie der Meinung sind, dass ihnen die Delphine die Fische wegfressen. Ist es in Wahrheit nicht umgekehrt? Der Mensch allein ist schuld an der Überfischung. Er greift in einen gut geplanten Kreislauf ein, der ohne uns prächtig funktionieren würde.  

Doch die Ozeane verwandeln sich in schwimmende Müllhalden. Und wenn der Ozean zum Sumpf wird – wer stirbt dann als nächstes? Wir Menschen! Der Ozean ist maßgeblich für unser Klima verantwortlich.  

Es ist ein Teufelskreis. Raubfische werden als Feindbild angesehen und in Massen abgeschlachtet. So sorgt das Statussymbol der Haifischflossensuppe für eine Jagd auf die Haie. Doch überfischt man die Raubfische, treiben sie keine Fischschwärme mehr vor sich her und die Vögel bekommen nichts mehr zu fressen. „Die Menschen sollten also keine Angst vor dem Hai im Meer haben, sondern davor, dass es keine Haie mehr im Meer gibt!“, heißt es im Film. 

Das Fazit des Films:  

Das größte Problem ist die kommerzielle Fischerei. Denn auch bei der Fischerei entstehen durch Plastiknetze grobe Verunreinigungen im Meer und die Fische nehmen das Plastik auf. Wenn wir dann diese Fische essen, essen wir das Plastik in ihren Körpern mit.  

Das Gerücht, dass wir Fisch essen, sollten weil er Omega-3 enthält und das für uns gesund ist, ist so nicht richtig. Denn es sind die Algen, die das gesunde Omega-3 in sich tragen. Warum also nicht gleich die Quelle, also die Alge essen und nicht den plastikverseuchten Fisch, der auch noch leidet? 

Nach dieser Dokumentation weiß man auch, dass man sich auf viele der Zertifikate auf den Produkten nicht verlassen kann. Es herrscht viel Betrug und Korruption. Wofür? Allein für den Profit. Bilder, wie afrikanische Fischer keinen Fang mehr machen und somit ihre Lebensgrundlage verlieren. Bilder von Versklavung und Mord auf den Fischerbooten.  

Doch wir können einen kleinen Teil zur Veränderung beitragen. Verzichten wir auf Fischkonsum. Geben wir uns mit der Fülle an Lebensmitteln zufrieden, die wir regional bekommen. Verwenden wir eine Trinkflasche aus Glas und Mehrwegbesteck, wenn wir unterwegs sind. Vermeiden wir Plastik, wo es geht. 

Quelle: Netflix  Seaspiracy 

Link: Netflix 

Icons: Adobe Stock

Foto/Video Credits: Adobe Stock / Gebärdenwelt.tv
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