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„Ich geh´mit meiner Laterne…“ – Laternenfest

Das Laternenfest hat viele Varianten in der ganzen Welt. Fast jedes Land hat einen anderen Brauch zu diesem Fest entwickelt.

In China zum Beispiel feiert man das Laternenfest, um das alte Jahr zu verabschieden und das neue zu begrüßen. Die Laternen sollen Wünsche der Menschen symbolisieren, die in Erfüllung gehen sollen. Das Universum soll die Wünsche in Erfüllung gehen lassen. Ein Aberglaube, der hunderte von Jahren alt ist.

In Österreich und Deutschland wird das Laternenfest auch Martinstag genannt. Jedes Jahr gehen tausende von Menschen gemeinsam in der Dämmerung auf die Straßen und singen spezielle Lieder. Dabei tragen sie, teilweise selbstgebastelte, Laternen, um den Heiligen Martin zu ehren.

Heute macht man auch noch vielerorts das sogenannte Martinsfeuer. So wollen die Menschen den Wurzeln dieses Brauchs näherkommen. Das Fest zu Ehren des Heiligen Martin wird traditionell jedes Jahr im November, konkret am 10. oder 11.11. gefeiert. Speziell für Kinder ist es eine große Sache.

Ein schönes Bild entsteht von vielen Laternenlichtern, die durch die Dunkelheit den Weg erleuchten, und singenden Kindern, die fröhlich um die Häuser ziehen.

Die Geschichte vom Martinstag fängt damit an, dass Martin von Tours in einer sehr kalten Nacht einen durchfrorenen Bettler mit seinem Mantel, den er davor mit seinem Schwert in zwei Teile geteilt hat, rettet.

Nach diesem Geschehnis träumte Martin von Jesus Christus. Er ließ sich taufen und wurde zum Mönch. Zuvor hatte er in der römischen Armee gedient.

Nach einiger Zeit als Mönch wurde er auch zum Bischof.

Aufgrund seiner guten Taten wurde er nach seinem Tod am 11.11. heiliggesprochen. Seitdem feiern große Teile der Welt Sankt Martin mit Laternen und Liedern.

Den Beginn der Geschichte und der Laternenumzüge symbolisiert oft ein Reiter mit rotem Umhang, der Sankt Martin in jener Nacht darstellen soll, in welcher er dem Bettler begegnet ist.

Die Laternen haben ihre Bedeutung noch von der kirchlichen Zeit. Auf eine Lichterliturgie wurde den Menschen gesagt, sie sollen wie Lichter sein. Diese Worte nahmen sich die Menschen zu Herzen und entzündeten Feuer nach der kirchlichen Feier. Mit der Zeit kam diese Tradition verstärkt in Verruf, da auch manche Häuser Feuer fingen und verbrannten. So wurden aus den Feuern Laternen. Die Tradition vom Lichterfest war geboren.

Deshalb gehen auch heute noch viele Menschen mit der berühmten Laterne durch die Straßen, bringen Licht in die Dunkelheit und erzählen die Geschichte von Sankt Martin.

Erklärung: Sankt = Heilig, also Sankt Martin = Heiliger Martin

Quellen:

Martinstag: Warum wir am 11. November Sankt Martin feiern | NDR.de – Geschichte

Das Laternenfest (mimikama.at)

 

Foto/Video Credits: Adobe Stock / Gebärdenwelt.tv
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