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Heilpflanzen-ABC: Lein und seine vielseitige Wirkung

Lein ist eine der ältesten Kulturpflanzen weltweit und wurde schon 5000 v. Chr. angebaut. Leinkraut wird auch Flachs genannt. Das kommt von Flechten. Aus Rinde und Stängel werden Fasern zur Herstellung von Textilien gewonnen. Ursprünglich kommt Lein aus dem Mittelmehrraum. Lein wächst 20 bis 100 cm hoch und hat blaue Blüten. Die Frucht des Leins besteht aus einer rundlichen Kapsel, in der sich mehrere längliche braun-glänzende Samen befinden. Das ist der Leinsamen. Der Leinsamen wird in der Küche und zu Heilzwecken verwendet. Aus den Samen wird auch das Leinöl gepresst. Leinöl enthält sehr viel Omega-3-Fettsäuren.

Wirkung

Leinsamen haben einen hohen Anteil an Schleimstoffen. Man verwendet den Leinsamen innerlich bei Verstopfung, bei Reizdarm und bei Gastritis. Äußerlich wird er bei lokalen Entzündungen eingesetzt. Leinsamen quillt in Flüssigkeiten wegen der vielen Schleimstoffe stark auf. Darum sollte man ihn immer mit ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Beim Aufquellen im Darm vermehrt er das Volumen und regt so die Darmperistaltik an.

Hausmittel

Leinsamen-Brustwickel 
Der Leinsamen-Brustwickel lindert den Hustenreiz bei Erkältungen und Bronchitis. Für einen Leinsamen-Brustwickel werden 300 Gramm ganze Leinsamen mit der doppelten Menge Wasser gekocht. So lange kochen, bis ein gelartiger Brei entsteht. Den heißen Brei fingerdick auf ein Tuch auftragen und zusammenfalten. Den fertigen Wickel auf die Brust legen (Achtung wegen der Hitze auf der Haut). So lange auf der Brust liegen lassen, bis der Umschlag abgekühlt ist.

Leinsamen bei Verstopfung 
Dazu einen Esslöffel mit geschroteten Leinsamen, zwei- bis dreimal täglich mit einem Glas Wasser einnehmen. Am besten weicht man den Leinsamen dazu in der doppelten Menge Wasser über Nacht ein. Die im Leinsamen enthaltenen Quellstoffe dehnen die Darmwand und regen die Tätigkeit des Darms an. Gleichzeitig bildet der Leinsamen-Schleim eine natürliche Gleitschicht, die den Abtransport des Darminhalts erleichtert. (red)

Das Heilpflanzen-ABC erscheint in Kooperation mit der Marienapotheke in 1060 Wien. 

HINWEIS! 
Die hier gegebenen Informationen sind als Ratschlag zu verstehen und ersetzen weder ärztliche noch sonstige Fachberatung!  
Insbesondere hinsichtlich Nebenwirkungen, Gegenanzeigen und sonstigen Informationen ist der behandelnde Arzt oder Apotheker zu befragen. 

Foto/Video Credits: Pixabay/Nicky / Gebärdenwelt
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