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Ein Paradies für Bienen anlegen…

Neben der Honigbiene gibt es mehr als 560 Wildbienenarten. „Manche Bienenarten sind sehr spezialisiert – die Efeuseidenbiene sammelt etwa die Pollen nur an Efeublüten. Andere Wildbienen fliegen auch verschiedene Blühpflanzen an“, erklärt Corinna Hölzel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Umso wichtiger, dass das Angebot an Verstecken, Nahrung und Nistmöglichkeiten für Bienen vielseitig ist. 

„Für viele Bienenarten sind artenreiche Wildblumenwiese mit mehrjährigen Pflanzen gut“, sagt Hölzel. Die Wiesen gedeihen am besten auf nährstoffarmen Böden. 

Samenmischungen für Bienen 

„Viele Bienen mögen Kornblumen, Mohn und Margeriten“, sagt Hölzel. Beliebte Blumen bei den Bienen sind beispielsweise auch Flockenblume, Glockenblume, Mohn, wilde Möhre, Ringelblumen, Natternkopf sowie Margeriten und Disteln. 

Wildblumenwiese besser selten mähen 

Wer eine Wildblumenwiese anlegt, sollte diese selten mähen. „Idealerweise nur zweimal im Jahr und erst ab Juni“. Aber auch Abstufungen sind möglich. „Neben einer häufig gemähten Rasenfläche, können Sie etwa bewusst ein Stück Wiese stehen lassen und beobachten, was sich da so ansiedelt“. 

Alternativen zur Wildblumenwiese 

„Wer in seinem Garten nicht auf eine begehbare Rasenfläche verzichten will, kann dort beispielsweise Klee, Gänseblümchen, Gundermann, Ehrenpreis und Scharfgabe wachsen lassen“, sagt Hölzel. Neben Blumen können auch blühende Gehölze Bienen Nahrung bieten – etwa Schlehen, Süßkirsche oder Beerensträucher wie Johannisbeere, Himbeere oder Stachelbeere. „Weiden haben im Frühjahr die ersten Pollen – das ist für die Bienenbrut pure Energie“, erklärt Hölzel. 

Unterschlupf, Nistmöglichkeiten, Verstecke 

Passende Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten sind wichtig. Doch das reicht nicht. „Verzichten Sie im Garten grundsätzlich auf den Einsatz von Pestiziden, denn diese töten oder schaden zumindest den Wildbienen und anderen Nützlingen“, sagt Hölzel. Auch von torfhaltiger Blumenerde rät sie ab. „Denn durch den Abbau von Torf werden unter anderem Ökosysteme zerstört.“ 

Ebenso sind Wildbienenhotels oder Insektenhotels nicht für alle Bienenarten hilfreich. „Drei Viertel der Wildbienenarten bei uns nisten gar nicht über der Erde“, erklärt Hölzel. Sie brauchen offene Bodenstellen sowie lehmige oder sandige Flächen.  

Quelle: APA/dpa/Themenbild 

Foto/Video Credits: APA / Gebärdenwelt.tv
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