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DEC 112 & NORA APP – ausreichend? 

Für Menschen mit einer Hörbeeinträchtigung gibt es zwei Tools, die bei Notfällen Hilfe bieten sollen: DEC 112 und NORA, zwei Notruf-Apps. 

DEC112: Ihr könnt die APP über iOS oder Android herunterladen und werdet dort dann direkt mit den Leitstellen in Verbindung gesetzt. Über die APP DEC112 wird dann schriftlich kommuniziert und Fragen können gestellt werden. Mittels dieser Art Notruf kommt Hilfe dann dorthin, wo sie gebraucht wird. Es läuft alles über den Chat ab. Über die App ist immer jemand erreichbar.  

NORA APP: Diese App ist ganz ähnlich wie die DEC112. Zuerst werden alle wichtigen Daten abgefragt – deine Daten, dein Standort, welcher Notfall vorliegt und welche Hilfe du brauchst. Danach schreibst du direkt mit der Leitstelle im Chat.  

Viele gehörlose Menschen sind vor allem in Deutschland der Meinung, dass das nicht ausreicht. Was fehlt ist die Gebärdensprache. Ein Notruf gestaltet sich für Menschen mit Hörbeeinträchtigung also leider weiterhin sehr schwierig, weil keine DGS-Funktion in den Apps vorhanden ist. Gerade in Notsituationen sind Menschen oft nicht auch noch in der Lage ruhig auf viele Fragen zu antworten. In so einem Moment ist man schließlich sehr aufgeregt und kann sich auch nur schwer auf Schriftliches konzentrieren. Da kann es leicht zu Missverständnissen kommen.  

Was den APPs also fehlt, ist die Gebärdensprache. Damit auch gehörlose und schwerhörige Menschen die bestmögliche Soforthilfe in einer Notsituation erhalten.  

Quelle: DEC112 – moderne, standardisierte & barrierefreie Notrufe  

Notruf-App „Nora“: Gespaltene Meinung unter Gehörlosen – Landespolitik – Nachrichten – WDR  

Notruf-App „Nora“: Mehr als nur das nächste staatliche Versagen (netzpolitik.org) 

Foto/Video Credits: Adobe Stock / Gebärdenwelt.tv
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