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Botschaften aus der Gebärdenwelt – Monika erzählt…

Hallo!

Die erste Frage lautet: Gibt es in Kärnten genug qualifizierte Lehrer*innen für bilingualen Unterricht?

Was bedeutet bilingual? Bilingual bedeutet Zweisprachigkeit. Die erste Sprache ist die Gebärdensprache, die zweite Sprache ist die Lautsprache. Eine Lehrperson soll beide Sprachen beherrschen, beide Sprachen sind gleich wichtig. Aber in Kärnten gibt es nicht genug Lehrer*innen, die genug Gebärdensprach- und Lautsprach-Kompetenz haben. Das ist meine Meinung. Für den Unterricht mit gehörlosen Schüler*innen ist es besonders wichtig, dass zusätzlich zur gehörlosen Lehrperson ein/eine Pädagog*in dabei ist. Das ist Teamarbeit. Das ist meiner Meinung nach besonders wichtig für gehörlose Schüler*innen.

Zweite Frage: Was ist für die Lehrer*innen-Ausbildung notwendig?

Für mich ist wichtig, dass in der Ausbildung Gebärdensprach-Unterricht auf Niveau B1 dabei ist. Es soll auch Gehörlosenkultur vermittelt werden und Didaktik, also wie gehörlose Schüler*innen in Deutsch und Mathematik unterrichtet werden.

Dritte Frage: Was ist der Unterschied zwischen ÖGS und LBG?

ÖGS bedeutet Österreichische Gebärdensprache. ÖGS ist eine vollwertige Sprache, die schon im Jahr 2005 im Bundes-Verfassungsgesetz anerkannt wurde. Die Gebärdensprache ist eine Sprache mit eigener Grammatik und Syntax, also Satzbau. Bei der Gebärdensprache funktioniert der Informationsaustausch, sozusagen über die Hände und Augen. LBG bedeutet Lautsprach begleitende Gebärden. Das bedeutet, das eine Person spricht und gleichzeitig gebärdet. Dabei wird nach der deutschen Grammatik gebärdet. Ein Beispielsatz: Das Mädchen sitzt auf dem Boden. Das ist LBG. In der Gebärdensprache sieht der Satz so aus: „Mädchen sitzen wo? Boden da sitzen.“

Danke! Baba!

 

Foto/Video Credits: OEGLB / Gebärdenwelt.Tv
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