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WFD-Kongress, Tag 3

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"Entwicklungsländer" - Thema beim Kongress in Durban
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Am Donnerstag gab es beim Weltkongress in Durban viele spannende Vorträge zum Thema Entwicklungsländer.

Dr. McKinney stelle ihre Arbeit vor: Ähnlich wie in Österreich gibt es aus in Südafrika ein Gesetz das Firmen ab einer bestimmten Größe vorschreibt, Menschen mit Behinderungen einzustellen. Aber bereits auf dem Weg zur Berufstätigkeit gibt es viele Barrieren. Der Fehler sei in der frühen Kindheit und im Bildungssystem Gehörloser zu suchen. Bei vielen Kindern wird eine Hörschädigung erst sehr spät diagnostiziert. In den Gehörlosenschulen können viele Lehrer kaum Gebärdensprache und oft fehlt auch das Verständnis für Gehörlosenkultur. Und genau hier muss man ansetzen, um den Weg in die Arbeitswelt zu erleichtern. Denn dort erwarten Gehörlose auch noch viele Hindernisse. Für Einschulungen oder Besprechungen werden zum Beispiel keine DolmetscherInnen zur Verfügung gestellt.

Die Präsidentin des Gehörlosenbundes von Argentinien berichtete von der dortigen Situation: Gebärdensprache ist in Argentinien nicht offiziell anerkannt. Es wurde betont, dass Gehörlose selbst für ihre Rechte kämpfen sollen und nicht Hörende entscheiden können, was für Gehörlose wichtig ist. Gemeinsam muss für die Bedürfnisse Gehörloser gekämpft werden und dabei sollen die Mitglieder aller Gruppen einbezogen werden.
© Gebärdenwelt
Foto: Gebärdenwelt
(sr)
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