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Bonus aus Eurofighter-Vergleich geht für Wartung drauf

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Zwei Auskunftspersonen haben ausgesagt
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Der Eurofighter-Untersuchungsausschuss hat am Freitag neue Einblicke in die Vergleichsverhandlungen gegeben. Der für die Abfangjäger-Beschaffung zuständige Ministerialbeamte Karl Hofer gab an, gar nicht eingebunden gewesen zu sein. Auch hätte der damalige Verteidigungsminister Norbert Darabos mehr Rückhalt im Ressort gehabt, "hätte er diese Unterstützung auch verlangt", so Hofer. Ob Darabos andere Experten im Ministerium eingebunden habe, konnte der Zeuge nicht beantworten.

Hofer erklärte weiters, der von Darabos ausverhandelte Bonus von 250 Millionen Euro werde bis Ende der Nutzungsdauer im Jahr 2040 durch Mehrkosten für die alten Flieger aufgebraucht sein.

Die Stückzahlreduzierung von 18 auf 15 Flugzeuge verändere nicht die Grundkosten, man brauche aber weniger Material und Wartung im Zeitablauf. Die Materialkosten scheinen zwar zunächst stabil zu bleiben, da Österreich jedoch ältere Flugzeuge bekommen habe, falle mehr an Materialkosten an, als es bei einer neueren Generation der Fall gewesen wäre, so Hofer.

Die zweite Auskunftsperson, Eurofighter-Rechtsberater Meinhard Lukas, hat ein Naheverhältnis zum vom Verteidigungsministerium beauftragten Gutachter Helmut Koziol bestritten. Es bestehe lediglich ein "kollegiales Verhältnis", machte er am Freitag klar. Als er zu den Vergleichsverhandlungen beigezogen worden war, seien die "Stellschrauben" für die Vorgangsweise bereits auf dem Tisch gelegen.
(APA)
Foto: APA
Video: APA

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