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Interview mit dem Schweizer Philipp Steiner

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Winter Deaflympics
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Philipp Steiner (Schweiz), 1x Gold und 2x Silber:
Gestern errang ich zum ersten Mal eine Goldmedaille bei den Deaflympics, da war ich sehr erleichtert. In den letzten acht Jahren war in meinem Kopf nur die Goldmedaille der Deaflympics. Abfahrt ist ja meine Lieblings-Disziplin. Ich hatte große Chancen in der Abfahrt, und ich habe all meine Kräfte mobilisiert und nun bin ich mit Gold belohnt worden, und bin unheimlich froh darüber. Ich habe meine letzten Energiereserven aufgebraucht, und dann in der Nacht habe ich schlecht geschlafen, und habe Schüttelfrost gehabt. Ich war nervös, habe viel geschwitzt und hatte immer wieder Schüttelfrost. Heute denke ich trotzdem positiv. Das ist meine letzte Chance. Und danach kann ich nach Hause fahren, um in vier Jahren wieder bei den Deaflympics anzutreten. Ich habe es geschafft, heute zwei Silbermedaillen zu erobern, und bin überglücklich, aber es war sehr anstrengend.

Slalom ist nicht meine Lieblingsdisziplin, das ist meine Schwächste von allen fünf Disziplinen. Ich mag am liebsten Super G und Abfahrt. Heute im Kombi-Slalom habe ich gehofft, einen der besten drei Plätze zu erringen. Ich bin im Slalom vorsichtig gefahren, denn ich wollte ja nicht einen Ausfall riskieren. Dann bin ich mit einer Silbermedaille belohnt worden, und ich bin zufrieden. Ich könnte auch Dritter sein, wichtig ist eine gute Technik.

Vor acht Jahren war ich in Salt Lake City (USA) zum ersten Mal bei den Deaflympics dabei. Bei der Abfahrt war ich Dritter. Vor vier Jahren wurde die Deaflympics in der Slowakei abgesagt und acht Jahre ist eine lange Zeit. Und es wurde mit Gold belohnt, darüber bin ich sehr glücklich. Insgesamt habe ich vier Medaillen bei den Deaflympics-Spielen erobert.

Die Chancen werden immer kleiner, denn die große Chance liegt beim Super G und der Abfahrt. Beim Riesenslalom und Slalom sind die Chancen klein. Falls es in den nächsten Tagen keine weiteren Medaillen geben sollte, bin ich schon mit der jetzigen Ausbeute sehr zufrieden. Drei Medaillen sind wirklich super.

Ich denke, bei der Heimankunft werde ich am Flughafen groß empfangen, und danach, denke ich, wird es sicherlich in meinem Wohnort eine Feier geben. Ich möchte mich bei allen Fans, allen Unterstützern, meinen Eltern, meiner Freundin,dem Trainer und dem Servicemann herzlichst bedanken. Und alle haben an mich gedacht und mich unterstützt und sie haben an mich geglaubt, daran geglaubt, dass ich gewinnen kann.

(Wie viele Personen stehen ihm bei):
Steiner: Vier: Cheftrainer, Zweiter Trainer, eine Betreuerin und ein Servicemann. Die wichtigsten Personen sind: Cheftrainer und Servicemann, das ist das wichtigste. Der Servicemann ist für die Abfahrt und den Super G sehr wertvoll, wegen der Erhöhung der Geschwindigkeit in den Speed-Disziplinen.
(ps)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt

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