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SportlerInnen flogen nach Magnitogorsk

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Ski-Ausrüstung und Gepäck noch nicht eingetroffen
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Nun ist es soweit: Das österreichische Ski-National-Team reiste am 29. März 2015 vom Ort Khanty-Mansiysk in das etwa 1.500 Kilometer entfernte Magnitogorsk weiter. Das Nationalteam besteht aus 10 Personen, darunter die drei Ski-Sportlerinnen Beatrice Brunnbauer, Kristina Köck und Melissa Köck sowie die zwei Skirennläufer Michael Grill und Christoph Leblhuber. Weiters sind noch zwei ÖGSV-Offiziellen dabei, ebenso wie der Trainer, ein Masseur und eine Serviceperson.

Das Flugzeug startete mit etwa 2-stündiger Verspätung von Khanty-Mansiysk, weil in einem Flugzeug zuwenig Platz für alle SportlerInnen war. Nur etwa 125 Personen konnten in dieses Flugzeug steigen und ein kleiner Teil musste somit auf diesen Flug verzichten. Es gab keine weitere Flugverbindung zwischen Khanty-Mansiysk und Magnitogorsk. Das Flugzeug wurde an diesem Tag nur zum Zwecke der Deaflympics zur Verfügung gestellt. Jedoch fanden die vier übrigen Personen einen anderen Ausweg, um in den Skiort zu kommen - darunter auch zwei Medienvertreter von Gebärdenwelt. Es musste einen riesigen Umweg gemacht werden und zwar eine vierstündige Busfahrt von Khanty-Mansiysk nach Surtur, wo ein Flieger nach Moskau flog. Danach ging es weiter nach Magnitogorsk. Um 5 Uhr in der Früh erreichten die vier Personen erschöpft, aber wohlbehalten Magnitogorsk.

Die SportlerInnen und das Betreuungsteam kam am Nachmittag in Magnitogorsk an. Es gab jedoch ein Problem, denn die Skier und ein Teil der Koffer waren nicht eingetroffen. Die Skier konnten nicht in dem Flugzeug mitgenommen werden, weil das maximal zu erreichende Gewicht es nicht erlaubte, diese Materialien mitzunehmen. Die Ausrüstung wurde in einen LKW verfrachtet. Eigentlich wäre für diesen Tag ein freies Training geplant, welches daher kurzfristig abgesagt wurde. Die Skier und die restlichen Koffer sollten am nächsten Tag im Deaflympics-Dorf eingetreffen. Am Dienstag Vormittag soll die Qualifikation stattfinden und anschließend kann die Jagd nach den Goldmedaillen beginnen.

Am Abend wurde in Magnitogorsk eine feierliche Eröffnung - unter Mitwirkung der dortigen Bevölkerung - für alle SkisportlerInnen und das Betreuungsteam veranstaltet. Es kamen sehr viele hörende ZuschauerInnen, die gehörlosen SportlerInnen wurden herzlich willkommen geheißen. Die SportlerInnen und BetreuerInnen werden im "Deaflympics-Dorf" untergebracht. Dieses Dorf wird von vielen Sicherheitsleuten streng bewacht.

Am ersten Tag der Deaflympics fanden bereits die ersten Bewerbe statt. Bei den Sportarten Langlauf und Snowboard sind bereits erste Entscheidungen gefallen, während bei den anderen zwei Sportarten Eishockey und Curling die Vorrunden durchgeführt wurden. Bei keinem diesen Bewerben waren österreichische SportlerInnen anwesend.

Beim Langlauf-Bewerb 10 Kilometer (5 km klassisch und 5 km freier Stil) der Damen errangen Russinnen die ersten drei Plätze. Beim Herrenbewerb 20 Kilometer (10 km klassisch und 10 km freier Stil) gewann ein Russe, der sich gegen zwei Ukrainern behaupten konnte.

Beim Snowboard-Slopestyle der Damen errang eine US-Amerikanerin die Goldmedaille, vor einer Norwegerin und einer Russin. Bei den Herren behielt ein US-Amerikaner die Oberhand. Ein Schweizer freute sich über die Silbermedaille. Auf den dritten Platz ist wiederum ein US-Amerikaner.

Beim Eishockey behielt Kanada mit 4:2 über die USA die Oberhand. Russland besiegte Kasachstan mit 9:0. Beim Curling gab es vier Spiele bei den Damen und acht bei den Herren in der Vorrunde.
© Gebärdenwelt
Foto: Gebärdenwelt
(ps)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt

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