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9. Tag: Interview mit Julia Velasquez (Wasserball Trainerin - USA)

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Als erste Wasserball-Trainerin für das amerikanischen Nationalteam.
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Ich begegne hier der Wasserball-Trainerin (Julia Velasquez, Gehörlos) und ich möchte über sie mehr erfahren.

Georg:
Trainieren Sie beim Wasserball Sportler oder Sportlerinnen?
<b<Julia Velasquez (Wasserball Trainerin - USA):
Nein, für Männer.

Georg:
Warum gerade Männer und können alle Sie akzeptieren?
Julia:
Ja, ich bin für die Deaflympics-Spiele die erste Wasserball-Trainerin eines amerikanischen Teams.
Bisher hat es noch nie eine Trainerin des amerikanischen Teams gegeben und ich bin die erste.

Georg:
Es fühlt sich gut an, dass Sie vor Männern die Regie am Bord führen und horchen alle auf Sie?
Behandeln sie auch alle gleichberechtigt und wie schaut es mit der Kommunikation aus?
Julia:
Ja, es ist kein Problem! Ich bin selbst gehörlos und die Sportler auch. Mit Kommunikation in Gebärdensprache funktioniert es bestens. Es ist auch egal ob ich als Frau oder Mann als TrainerIn arbeite. Das Wichtigste ich, dass ich die Kompetenz habe, den Sportlern mein Wissen zu vermitteln und zu trainieren.

Georg:
Waren Sie damals selbst Wasserball-Spielerin?
Julia:
Ja, schon seit 18 Jahren und da bringe ich viel Erfahrungen für die anderen mit.

Georg:
Haben Sie eine Co-Trainerin oder Trainer, die selbst hörend oder gehörlos sind?
Julia:
Ich als Trainerin trainiere allein.

Georg:
Benötigen Sie keine Unterstützung und ist es für Sie belastend, dies allein zu machen?
Julia:
Vom Team-Manager habe ich die nötige Unterstützung, wenn ich viel unternehme. Er gibt mir die Informationen, wenn sich etwas ergibt. Ansonsten trainiere ich das Team von 8 Sportlern allein.

Georg:
Hat Ihr amerikanisches Wasserball-Team bei den Deaflympics bei Wettkämpfen gute Ergebnisse erzielt?
Julia:
Erstens möchte ich was sagen: wir haben im Team nur 8 Personen und das ist für alle sehr hart.
In der Gruppe spielen 5 Nationen gegeneinander und die 4 Nationen haben in ihrem Lager 12 Sportler. Bei uns nur 8 und wir haben nur einen Austauschspieler.

Sodass sie beim Match von 30 Minuten unmöglich hart durchschwimmen müssen. Ich selbst bin mit meinen 8 Sportlern mit ihrer Leistung zufrieden. Wenn es in 4 Jahren keine Stornierung eines Wasserballturnieres gibt, möchte ich aber die Aufstellung des Teams auf 12 Sportlern vergrößern.


Georg:
Um zu verstehen frage ich dich: Sie haben im Moment 8 Sportler im Team und die nächsten 4 Jahre stocken Sie dann auf 12 Personen auf. Gibt es in Amerika genug Wasserballsportler?
Julia:
Ja, in vier Jahren. Es gibt genügend davon.

Georg:
Wollen Sie in den nächsten 4 Jahren mit einem hohen Ziel etwas erreichen?
Julia:
Im Moment hat das "International Committee of Sports for the Deaf (ICSD)" gesagt, dass Wasserball für die nächsten Spiele möglicherweise aus dem Programm gestrichen wird. Sie beanspruchen, dass es auf 12 Nationen aufgestockt werden muss.

Jetzt muss ich gemeinsam mit 5 Nationen in der Gruppe kämpfen, ob sie sich mit einer Aufstockung von 8 Nationen zufriedengeben werden. Das können wir erst beim World CUP 2011 sehen.

Georg:
Was machen Sie, wenn sie bei "Nein" bleiben?
Julia:
Ich werde bei "Nein" oder "Ja" mit meinen Team weiter trainieren und das mache ich von Herzen.

Georg:
Danke fürs Interview!
(Georg)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt

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