Mangelnde soziale Absicherung bedroht Millionen weltweit

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Nur zwei Drittel bekämen überhaupt eine Pension
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Millionen älterer Menschen weltweit sind nach einem neuen UN-Bericht wegen mangelnder sozialer Absicherung von Armut bedroht. Nur zwei Drittel der Älteren weltweit bekämen überhaupt eine Pension oder andere staatliche Bezüge, und oft reiche das Geld nicht zum Leben, heißt es in dem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur sozialen Sicherung weltweit.
Oftmals seien die Pensionen wegen Sparzwängen zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte nicht mehr angemessen. Der Versuch, Pensionen stärker in Form von privater Vorsorge zu organisieren, habe nicht den gewünschten Erfolg gebracht: Länder wie Argentinien, Bolivien, Ungarn und Polen kehrten wieder zu solidarischen Pensionssystemen zurück. Dabei zahlen jüngere Arbeitnehmer in öffentliche Kassen und finanzieren die Auszahlung an die Personen im Ruhestand.
Auch für Kinder müsse deutlich mehr investiert werden: Nur jedes dritte Kind weltweit werde etwa durch Kindergeld oder andere staatliche Leistungen unterstützt. 1,3 Milliarden Kinder, vor allem in Afrika und Asien, gingen leer aus. Das habe auch Konsequenzen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Ländern.
(APA)
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