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Aufholbedarf in der Humanitären Hilfe für Menschen mit Behinderungen

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Charta zur Inklusion in der humanitären Hilfe
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Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni mahnt LICHT FÜR DIE WELT, dass dringender Handlungsbedarf beim Flüchtlingsschutz und den Rechten von Menschen mit Behinderungen in der humanitären Hilfe besteht - in Österreich, Europa und auch in den Ländern des Südens, wo die Not groß ist.

Johanna Mang von LICHT FÜR DIE WELT: "Die österreichische Politik ist dringend gefordert. Der nächste Schritt für die österreichische Bundesregierung ist die längst überfällige Unterzeichnung der Charta zur Inklusion von Menschen mit Behinderung in der humanitären Hilfe. Österreich darf hier nicht länger Schlusslicht sein. Die EU, Deutschland, Italien, die Hilfsorganisationen der Vereinten Nationen und insgesamt über 150 humanitäre AkteurInnen unterstützen die Charter bereits und zeigen damit, dass sie sich ernsthaft mit den Rechten der am meisten benachteiligten Menschen auseinandersetzen."

Benachteiligte Personengruppen wie Menschen mit Behinderungen, Kinder und ältere Menschen werden in der Flüchtlingsbetreuung häufig übersehen. Sie erleben Barrieren und Ungleichbehandlung beim Zugang zu grundlegenden Angeboten wie Nahrungsmittelversorgung und Trinkwasser, sanitären Anlagen, Unterkunft und psychologischer Unterstützung. Mang: "Wir brauchen überall ein inklusives und barrierefreies Vorgehen: bei den Aufnahmeprozessen und der Bedarfserhebung, der Betreuung und den Perspektiven für Flüchtlingen, aber auch beim Schaffen der richtigen Rahmenbedingungen und der Bereitstellung finanzieller Mittel in Österreich für die Länder des Südens." Dabei müssen Menschen mit Behinderungen und ihre Vertreterorganisationen bei allen Prozessen eingebunden sein.

Einen wichtigen Schritt sieht LICHT FÜR DIE WELT im Bekenntnis zur "Charta zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der humanitären Hilfe", die im Zuge des Humanitären Weltgipfels 2016 in Istanbul veröffentlicht wurde. Sie rückt die Anliegen von Menschen mit Behinderungen ins Zentrum der Nothilfe und Katastrophenvorsorge. Die Charta fußt auf internationalen Vereinbarungen wie der UN-Behindertenrechtskonvention (UNCRPD) und der Genfer Flüchtlingskonvention.


(gekürzte Pressemitteilung)
(cg)
Foto: humanitariandisabilitycharter.org
Video: Gebärdenwelt

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