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Trauerfeier für Alois Mock im Wiener Stephansdom

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Begräbnis am Mittwoch in Wien
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Der Anfang Juni verstorbene Ex-Außenminister und frühere ÖVP-Chef Alois Mock wurde am Dienstag mit einem Requiem im Wiener Stephansdom verabschiedet.

Die Trauerfeier wurde von engen Wegbegleitern Mocks gestaltet, so zelebrierte etwa der emeritierte Weihbischof der Erzdiözese Wien, Helmut Krätzl, die Messe.

Helmut Krätzl, emeritierter Weihbischof Erzdiözese Wien: "Namens der Erzdiözese Wien und damit der Kirche möchte ich Alois Mock dafür danken, was er in mehr als drei Jahrzehnten für Österreich getan hat. Vor allem aber, wie er ein Zeugnis eines christlichen Politikers gewesen ist und daraus eine besondere Motivation, wohl auch Kraft bis zum Allerletzen bekommen hat. Und Edith Mock gilt heute nicht nur unser tiefes Mitgefühl, sondern auch ein ganz herzlicher Dank für das, was sie für Alois gewesen ist und damit auch Österreich geschenkt hat. Alois Mock ist uns den Weg vorausgegangen, der uns allen einmal bevor steht. Mögen wir auch mit so einem reichen Gepäck einmal vor den Richter treten können. Er soll uns Vorbild sein, aber doch auch Fürsprecher für ein Österreich, das wie damals wieder so viel neue Kraft und neuen Mut braucht, um eins zu werden, aber auch seine Bedeutung nicht nur in Österreich, sondern in Europa auch zu halten."

Zahlreiche aktive und ehemalige nationale und internationale PolitikerInnen haben an der Trauerfeier teilgenommen allen voran Bundeskanzler Christian Kern und Alt-Bundespräsident Heinz Fischer. Bundespräsident Alexander Van der Bellen war aufgrund seines Ungarn-Besuchs bei der Trauerfeier verhindert.

Sebastian Kurz, design. ÖVP-Bundesparteiobmann: "Wir trauern gemeinsam, um einen wirklich großen Staatsmann, unseren Freund, unser Vorbild und auch liebe Edith, um deinen Ehemann. Alois Mock - und das ist ja heute schon mehrfach ausgeführt worden - hat unfassbares geleistet, um unser Land, aber auch Europa zu prägen. Er war Bürgermeister, Kabinettchef, Außenminister, Parteichef der Volkspartei, Vizekanzler und vor allem war er eins, nämlich ein glühender Europäer. Er hat nicht nur die Südtirolfrage mitgelöst, sondern er hat vor allem eins zustande gebracht: er hat unser Österreich in die Europäische Union geführt. Und auch, wenn ich einer Generation angehöre, die nicht aktiv miterleben konnte, wie das abgelaufen ist, so gehöre ich trozdem einer Generation an, die heute davon profitieren darf und die dankbar dafür ist, dass Österreich in Frieden leben darf, dass unser Land sich wirtschaftlich extrem positiv entwickelt hat und dass unser Land vor allem vom Rand ins Herzen Europa gerückt ist."

Das Begräbnis von Alois Mock findet am Mittwoch im engsten Familien- und Freundeskreis in Wien statt.
(APA)
Foto: APA
Video: APA

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