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Ex-Außenminister und ÖVP-Chef Alois Mock 82-jährig verstorben

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Alois Mock war seiner Zeit voraus
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Der legendäre Außenminister und frühere ÖVP-Obmann Alois Mock ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Mock, hier zu sehen bei der Feier anlässlich seines 80 Geburtstags im Jahr 2014 hat zahlreiche politische Funktionen ausgeübt, etwa jene des Vizekanzlers, des ÖVP-Obmanns, des Klubchefs der ÖVP, des Außen- und des Unterrichtsministers. Schon während seiner politischen Tätigkeit litt Mock an einer Nervenkrankheit, wegen der er sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückzog.

Mocks historisch wohl größte Leistung war Österreichs EU-Beitritt, den er führend vorantrieb. Die wohl berühmteste mit ihm verbundene Szene ist, als er am 27. Juni 1989 mit seinem ungarischen Amtskollegen Gyula Horn bei Sopron symbolisch den Eisernen Vorhang durchschnitt.

Bei der Feier zum 80. Geburtstag in der Hofburg wurde er von den GratulantInnen als "großer Österreicher" gewürdigt.

Andreas Khol, ehem. ÖVP-Klubobmann: "Er hat aus der Enge einer Kleinstaaterei, hat er Österreich nach Europa geführt und hat dabei seine Gesundheit geopfert."

Wilhelm Molterer, ehem. ÖVP-Bundesparteiobmann: "Der ist seiner Linie treu geblieben, das war das immer, was ihn immer ausgezeichnet hat. Ich kann mich erinnern 1986/87, wie die ÖVP wieder in die Regierung eingetreten ist und Mock damals gesagt hat: Ziel ist Beitritt, hat es nicht nur Jubelstürme in der ÖVP gegeben. Er musste überzeugen und er hat überzeugt."

Karl Blecha, ehem. Innenminister: "Untrennbar verbunden mit dem Beitritt Österreichs zur europäischen Union und ebenso untrennbar verbunden mit dem Aufreißen des Eisernen Vorhangs, weil der symbolische Akt an der österreichisch-ungarischen Grenze vollzogen wurde, der mehr oder weniger erzwungen war, durch die enorm große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern aus der DDR, die über Ungarn nach Österreich und damit in den freien Westen ausreisen konnten. Das ist vorher auch auf diplomatischem Weg alles vorbereitet worden und das ist ein unglaubliches Verdienst."
(APA)
Foto: APA
Video: APA

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