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Deutscher Gehörlosen-Bund entschuldigt sich bei gehörlosen Juden

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Die Vergangenheit nicht vergessen
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Bevor Deutschland im 20ten Jahrhundert zu einer Großmacht wurde und das so genannte "Dritte Reich" entstand, waren gehörlose Juden ein aktiver Bestandteil der Gehörlosengemeinschaft. Viele von ihnen waren Mitglieder verschiedener Organisationen von Gehörlosen und Hörbeeinträchtigten. Manche von ihnen waren sogar an der Gründung des "Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands", kurz REGEDE, im Jahre 1927 beteiligt. Als jedoch die Nationalsozialisten 1933 die Macht an sich rissen, wurden gehörlose Juden von den Vereinstätigkeiten ausgeschlossen und der Umgang mit ihnen wurde untersagt.

Während den Kulturtagen in Köln entschuldigte sich der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. für das an gehörlosen Juden verübte Unrecht und dem Versäumnis, alle Mitglieder der Gehörlosengemeinschaft zu schützen und zu fördern. Der Bund drückte sein tiefes Bedauern über die Fehlhandlungen der Vergangenheit aus und bat um Vergebung. Die Entschuldigung wurde von den anwesenden Vertretern jüdischer Gehörlosenorganisationen, Doron Levy (Präsident des Israelischen Gehörlosenbundes) und Mark Zaurov (Präsident der Interessengemeinschaft Gehörloser jüdischer Abstammung in Deutschland e.V., IGJAD ) entgegengenommen.

Infos & Foto: gehoerlosen-bund.de & WFD
(flo)
Foto: gehoerlosen-bund.de & WFD

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