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Keine Achterbahnfahrt für Gehörlose?

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Diskriminierung gehörloser Menschen im Vergüngungspark
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Der Vergnügungspark Phantasialand in Deutschland verweigerte am 26. Juni 2017 zwei gehörlosen Besuchern die Mitfahrt an mehreren Fahrgeschäften. Zwei Männer wollten an diesem Vormittag die "Taron" ausprobieren, eine schnelle Achterbahn, die vier Weltrekorde innehat. Das berichtete die Deutsche Gehörlosenzeitung (DGZ) online.

Eine Mitarbeiterin ließ die beiden Besucher nicht durch - sie hatte die beiden Gehörlosen miteinander in Gebärdensprache kommunizieren gesehen. Als Begründung für das Mitfahrverbot wurden neue Sicherheitsbestimmungen genannt, sowohl vom Hersteller als auch vom TÜV. Im Falle eines Unfalls müssen die Gäste die Fluchtwege schnellstmöglich erreichen und zwar ohne fremde Hilfe, wurde erklärt. Außerdem müssten Fahrgäste wichtige Durchsagen hören können.

Auch bei einigen anderen Attraktionen für Erwachsene stießen die zwei Männer - trotz mehrerer Versuche einer Erkärungen - auf Hürden.

Einer der beiden Betroffenen berichtete der DGZ: "Im vergangenen Jahr war ich mehrmals im Phantasialand, ich erhalte mit dem Schwerbehindertenausweis ja freien Eintritt. Da konnte ich ohne Probleme an allen Fahrgeschäften teilnehmen. Und jetzt dürfen wir das bei vier, fünf Fahrgeschäften nicht mehr. Was wir jetzt erlebt haben, ist sehr frustrierend."

Laut taubenschlag.de ist diese Sicherheitsbestimmung nicht neu. Legoland Discovery Centre in Oberhausen verbot vor fast zehn Jahren gehörlosen Menschen, die Fahrgeschäfte zu benutzen. Nach einer Aufklärung durch den Deutschen Gehörlosen-Bund wurde die Situation im Legoland Oberhausen geprüft und dem Gehörlosen-Bund Recht gegeben. Das Legoland Discovery Centre Oberhausen sprach damals seine Entschuldigung aus.

Beim Link weiter unten ist der ausführliche Bericht der DGZ zu finden.
(cg)
Foto: www.freizeitpark-welt.de
Video: Gebärdenwelt

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