So hält man die Hitze aus dem Haus

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Hitze in der Wohnung schmälert die Freude über den Sommer deutlich.
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Die Hitzewelle rollt an - da können Mieter in ihrer Wohnung schnell ins Schwitzen kommen. Was sollten sie tun, damit ihre vier Wände nicht zur Sauna werden? Und dürfen sie die Miete mindern, wenn es in der Wohnung nicht mehr auszuhalten ist?

Hitze in der Wohnung schmälert die Freude über den Sommer deutlich. Die schlechte Nachricht: Viel kann man dagegen nicht machen. Auch eine Mietminderung ist nur möglich, wenn bestimmte bauliche Mängel vorliegen. Die gute Nachricht: Ein bisschen lässt sich allerdings schon gegen hohe Temperaturen tun.

Um ein bestmögliches Raumklima zu erreichen, gebe es eine Faustregel, sagt der Bauphysiker Hartwig Künzel: "Man sollte immer dann die Fenster öffnen, wenn es draußen kühler ist als drinnen." An Sommertagen mit großer Hitze ist das in vielen Gebäuden nur nachts und am frühen Morgen der Fall.
Umgekehrt heißt das: Heizt sich eine Wohnung - zum Beispiel in einem Dachgeschoss - so stark auf, dass es drinnen wärmer wird als draußen, sollte durch offene Fenster für einen Ausgleich gesorgt werden.

Für den Fall, dass es in der Wohnung "nicht auszuhalten" ist, empfiehlt auch das Rote Kreuz: "Alle Fenster auf und Ventilatoren an!"
Wohnungen, die nur in der Früh und abends gelüftet werden, sollten tagsüber so konsequent wie möglich abgedunkelt werden, empfiehlt Bauphysiker Künzel. Am wirksamsten ist dabei die Verschattung von außen durch Jalousien. Aber auch Vorhänge innen sind besser als nichts. "Es geht darum, die Solarstrahlung abzuhalten", so Künzel.

Hilfreich kann ein Ventilator sein. Er gibt zwar zusätzlich ein wenig Wärme ab, sorgt aber bei jedem, der sich unmittelbar davor aufhält, tatsächlich für Abkühlung. Keinen Sinn ergibt es aber, den Ventilator laufen zu lassen, wenn man nicht im Haus ist.

Tierhalter sollten zudem nicht auf die Idee kommen, Vögel und Kleintiere vor Ventilatoren oder Klimaanlagen zu setzen, denn Zugluft kann bei ihnen rasch zu Erkältungen und Augenentzündungen führen, mahnt die Tierschutzorganisation Aktion Tier. Die Käfige sollten aber im Schatten stehen statt auf der Fensterbank oder in der Sonne. Auch bietet es sich stundenweise an, die Käfige in den Keller zu stellen.

Von der Idee, gegen Hitze nasse Handtücher in Wohnräumen aufzuhängen, rät Bauphysiker Künzel ab. Zwar stellt sich hierdurch eine Abkühlung ein. Die so eingebrachte Feuchtigkeit bedeute aber auch eine Last für die Bausubstanz und könne bei geschlossenen Fenstern die Raumluftfeuchte so stark erhöhen, dass die hygienischen Verhältnisse beeinträchtigt werden und unter Umständen gar Schimmelpilze wachsen.
(cp)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt