Zum Tod von Niki Lauda: Der Nationalheld als Kultfigur

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Lauda verstarb im Alter von 70 Jahren
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Niki Lauda hatte bekanntlich zwei Leben - das als Formel-1-Legende und das als erfolgreicher Unternehmer. Nimmt man es genau, hatte er aber noch eine dritte Existenz: die als Kultfigur in Film, Funk und Fernsehen. So brachte es der Wiener mit seiner Kappe und seinem markant grummelnden Nuscheln zum Liebling heimischer Kabarettisten und ausländischer Regisseure.
Zweifelsohne das bekannteste Kunstwerk über den am Montag im Alter von 70 Jahren verstorbenen Lauda ist Ron Howards Filmbiografie "Rush - Alles für den Sieg" aus 2013. Oscar-Preisträger Howard ("A Beautiful Mind") widmet sich darin der legendären Rivalität zwischen Lauda und seinem Formel-1-Kollegen James Hunt, wobei der Film weniger durch seine spektakulären Rennszenen in die Filmgeschichte einging, als durch die schauspielerische Leistung von Daniel Brühl. Der deutsche Kinostar und Frauenschwarm lieferte als Lauda-Wiedergänger eine gänzlich unpeinliche und überraschend authentische Interpretation des Rennfahrers ab. Und so wurde "Rush" auch an den Kinokassen zum veritablen Erfolg, spielte das Werk bei einem Budget von 38 Mio. US-Dollar doch 90 Mio. US-Dollar ein.
Aber auch Lauda selbst verewigte sich - respektive seine bekannte Diktion - in Hollywood. So synchronisierte der Unternehmer 2006 neben Kollegen wie Mika Häkkinen und Michael Schumacher im Animationsfilm "Cars" den Rennwagen "The King".
(APA)
Foto: APA
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