Johannes Fellinger: Für ihn ist jeder Patient besonders

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Seine leidenschaftliche Arbeit
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In den OÖ Nachrichten vom März wurde über den unter den meisten Gehörlosen in Österreich sehr bekannten Arzt Dr. Johannes Fellinger berichtet, der im heutigen Gesundheitszentrum für Gehörlose (früher Gehörlosenambulanz) arbeitet, also im Konventhospital der Barmherzigen Brüder in Linz, und der damals selbst dort diese Ambulanz für Gehörlose eröffnete.

Was Johannes Fellinger, heute 59, dazu bewogen hat, einmal Arzt zu werden, das war laut Fellinger sein tauber Vater. Nach seinem Medizinstudium in Wien spezialisierte sich der in Schenkenfelden aufgewachsene Mühlviertler auf die Bereiche Neurologie und Psychiatrie. Außerdem beobachtete er unter anderem, wie damals Gehörlose im Krankenhaus behandelt wurden, und wollte es deshalb besser machen. Nachdem er die Gehörlosenambulanz - die im Vorjahr ihr 25. Jubiläum feierte - ins Leben gerufen hatte und wo er die Gehörlosen in Gebärdensprache behandelte, entwickelte sich daraus das Institut für Sinnes- und Sprachneurologie mit 200 Mitarbeitern, das er leitet. Dort werden Gehörlose, Autisten und Menschen mit Entwicklungsverzögerungen behandelt.

Weiters gründete Johannes Fellinger erst vor kurzem das JKU-Forschungsinstitut für Entwicklungsmedizin zur wissenschaftlichen Arbeit, wo z.B. Entwicklungsstörungen auch im Erwachsenenalter fachübergreifend weiterbehandelt werden können. Bis heute fasziniert Fellinger, der mit seiner Frau Barbara sieben Kinder zwischen 15 und 32 Jahren hat, die Arbeit mit Beeinträchtigten.
(ERSR)
Foto: Spital der Barmherzigen Brüder
Video: Gebärdenwelt