Grünes Wahlprogramm in leichter Sprache (Teil 2)

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Die Arbeitsplätze für gehörlose Menschen müssen geschützt werden
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Im Rahmen des Wahlprogramms der Grünen in leichter Sprache hat Markus Frei im zweiten Teil der Pressekonferenz Vorschläge für die Ausbildung der Gebärdendensprachdolmetscher und den Einsatz der Gebärdensprache bzw. Untertitel in den öffentlich-rechtlichen Nachrichten vorgestellt.

In Südtirol haben wir drei Hauptsprachen. Das sind Deutsch, Italienisch und Ladinisch. Es gibt aber noch eine wichtige Sprache. Das ist die Gebärdensprache. Wir wollen, dass es mehr kostenlose Gebärdensprachdolmetscherinnen und Gebärdensprachdolmetscher gibt.

Wenn gehörlose Menschen in ein Amt oder ins Krankenhaus gehen, brauchen sie eine Übersetzung in die Gebärdensprache.

Gehörlose Menschen brauchen auch eine Übersetzung bei den Nachrichten im Fernsehen. Seit 2018 gibt es die Untertitelung der Tagesschau im Rai Südtirol und das ist gut. Gut wäre auch ein Wochenmagazin in Gebärdensprache, das die wichtigsten Nachrichten der Woche zusammenfasst. Diese werden dann in Gebärdensprache ausgestrahlt.
Es braucht eine Ausbildung von mehrsprachigen Gebärdensprachdolmetschern in der Europaregion Tirol. Dazu gibt es bereits einen gemeinsamen Beschluss der drei Landtage (siehe Bericht vom Januar 2016). Dieser muss umgesetzt werden.
Es ist wichtig, dass die Gebärdensprache anerkannt wird. So kann sie auch rechtlich eingefordert werden.

Die Arbeitsplätze für gehörlose Menschen müssen weiterhin geschützt werden. In der Schule sind Integrationslehrpersonen mit Gebärdensprachkenntnissen zu fördern. Die Mitteilungen des Landtages und der Landesregierung müssen auch in leichter Sprache geschrieben werden. Dann können alle alles gut verstehen.
© Gebärdenwelt
Foto: Gebärdenwelt
(ERSR)
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