Maßnahmen für Arbeitsmarkt-Inklusion Behinderter gefordert

Loading the player ...
"Es passiert mit dem Geld nichts."
+ - Textgröße ändern
Text drucken
Ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt haben am Dienstag Vertreter mehrerer Hilfsorganisationen gefordert. Behindertenanwalt Hansjörg Hofer kritisierte dabei Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ). Sie sei anscheinend nicht in der Lage, das vorhandene Geld entsprechend einzusetzen, sagte er in einer Pressekonferenz.
Angesichts der niedrigen Beschäftigungsquote und hoher Arbeitslosigkeit Behinderter - nur 55,9 Prozent der betroffenen 15- bis 64-Jährigen sind erwerbstätig oder arbeitssuchend, ohne Behinderung sind es 77,1 Prozent - sieht Hofer eine massive Ausweitung der Unterstützung der öffentlichen Hand für die berufliche Eingliederung geboten. Das Geld dafür wäre vorhanden, hat der von Hartinger-Klein verwaltete Ausgleichstaxenfonds doch durch einen im Vorjahr einstimmig gefassten Parlamentsbeschluss 40 Mio. Euro jährlich mehr zur Verfügung.
Das Problem laut Hofer: "Es passiert mit dem Geld nichts." Es werde gehortet, statt zum Nutzen von Menschen mit Behinderung eingesetzt zu werden. Er habe die Ministerin auch bereits darauf angesprochen, sie habe auf Maßnahmen im Gegenwert von ein bis zwei Mio. Euro sowie eine Arbeitsgruppe verwiesen.
Für den Behindertenanwalt ist das "schön, aber nicht ausreichend". Er wünscht sich, dass Betriebe, die einen Menschen mit anerkannter Behinderung neu aufnehmen, für zwei Jahre von den Lohnnebenkosten entlastet werden sollen. Der Ministerin habe er dies auch vorgeschlagen. "Noch harre ich der Umsetzung", so Hofer trocken.
(APA)
Foto: APA
Video: APA