Audismus: Vorurteile gegenüber hörbeeinträchtigten Personen

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"Gehörlose können alles - außer Hören"
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1975 tauchte der englische Begriff „ Audism“ das erste Mal auf, Verwendung fand er in der nicht veröffentlichten Doktorarbeit von Tom Humphries. Audismus beschrieb ein Verhalten von Menschen, die gehörlose oder hörbeeinträchtigte Personen aufgrund ihrer Hörleistung beurteilen.
Der Wort Ursprung stammt aus dem Lateinischen, der Begriff setzt sich zusammen aus dem Wort audire „hören“ und –Ismus. Oft wird beim Audismus davon ausgegangen, dass eine bessere Hörleistung in Zusammenhang mit kognitiven Fähigkeiten steht.
Die Folgen von Audismus sind auch in der Deaf Community spürbar, oft führt er zu einem negativen Selbstbild und geringer Selbsteinschätzung der eigenen Person.
Audismus ist weiterhin in den Köpfen der Menschen verankert, es ist aber nie zu spät, um sich aktiv dagegen einzusetzen. Denn wie Helmut Vogel sagte: "Gehörlose können alles - außer Hören"
(ep)
Foto: Dieter Schütz / pixelio.de
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