Technik unterstützt Inklusion in der Arbeitswelt

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Barrierefreiheit könnte selbstverständlich sein
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Vorlesesoftware macht Texte für Blinde hörbar, spezielle Apps bieten Lernmöglichkeiten für Menschen mit Autismus, und Videotelefonie ermöglicht Telefonate in Gebärdensprache. Wie technische Entwicklungen mehr Menschen zur selbstbestimmten Teilhabe verhelfen können, ist Thema der Studie „Assistive Technologien für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Gesellschaft, Bildung und Arbeitsmarkt“ unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Ein Ergebnis: Die Technik zur Inklusion in die Arbeitswelt ist da – aber oft fehlen noch Informationen über die Einsatzmöglichkeiten.

Die meisten Menschen mit Behinderungen stehen bewährten und neuen Technologien, die ihnen ein selbstständigeres Leben ermöglichen, positiv und offen gegenüber, zeigt die Studie. Ein wichtiger Gradmesser für die selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe ist die Inklusion in die Arbeitswelt. „Die Technik ist da, aber noch fehlt in vielen Unternehmen die Information über ihre Einsatzmöglichkeit“, sagt Dr. Linda Nierling, Sozialwissenschaftlerin und Koordinatorin des Forschungsprojekts am ITAS. Mangelndes Wissen könne dazu führen, dass ein Betrieb die Einstellung eines Menschen mit Behinderung gar nicht erst in Betracht zieht. „Es ist ein Appell an die Politik: Im besten Fall wird Barrierefreiheit künftig überall selbstverständlich sein, in Gebäuden, beim Bedienen eines Fahrkarten- oder Geldautomaten, im Bildungssystem und am Arbeitsplatz“, betonen die Wissenschaftlerinnen des ITAS.
(ep)
Foto: Evelyn Merz / pixelio.de
Video: Gebärdenwelt