Zwei Drittel der irischen Gehörlosengemeinschaft haben Schwierigkeiten, ihre Rechte zu erfahren

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Kein einwandfreier Zugang zu Informationen
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Laut einem aktuellen Forschungsbericht klagt die irische Gehörlosengemeinschaft über den Mangel am Zugang zu öffentlichen Informationen. Die Gehörlosen erleben dabei auch heute noch viele Barrieren.

Dem veröffentlichten Forschungsbericht des Citizens Information Board (CIB) zufolge berichteten zwei Drittel der irischen Gehörlosengemeinschaft von den Schwierigkeiten, Zugang zu öffentlichen Informationen über ihre Rechte zu erhalten. Die gehörlosen Personen wiesen bei Interviews auf den schwierigen, nicht reibungsfreien Zugang zu öffentlichen und sozialen Diensten und damit verbundenen Informationen über Rechte und Ansprüche in Irland hin. Leider wird nicht viel Rücksicht auf die irische Gebärdensprache (ISL) genommen. Nur ein kleiner Teil der Regierungsinformationen wird in ISL angeboten. Die Gehörlosen sind folglich darauf angewiesen, hörende Menschen um Hilfe zu bitten, schriftlich zu kommunizieren oder auf das Lippenlesen zurückzugreifen.

Auch wenn es nicht optimal ist, begrüßen die Mitglieder der Gehörlosengemeinde die Bemühungen öffentlicher Organisationen, ISL als Teil ihrer Informationsbereitstellung zu nutzen, beispielsweise durch die Verwendung von Gebärdensprachvideos auf ihrer Webseite.

"Trotz der Gesetzgebung zu Gleichberechtigung und Behinderung sind die öffentlichen Dienste nicht immer ihren Verpflichtungen nachgekommen, Gebärdensprachdolmetschen anzubieten", beklagte sich Ann Coogan, Vorsitzende des Gebärdensprachdolmetscherdienstes.

Die Gehörlosengemeinschaft in Irland hat über 5.000 irische Gebärdensprachbenutzer und eine größere Gemeinschaft von über 40.000 Menschen.
(ERSR)
Foto: Pixabay
Video: Gebärdenwelt