Tag der Muttersprache

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Recht auf ÖGS
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Heute ist der Tag der Muttersprache, dieser dient als Anlass um auf die Sprachvielfalt der Menschheit hinzuweisen und diese zu zelebrieren.
Gerade Minderheitensprachen wie etwa die Gebärdensprache, sind gefährdet.
Momentan betrachten rund 10.000 Personen in Österreich die Österreichische Gebärdensprache als ihre Muttersprache. Auch viele Kinder gehörloser Eltern, sogenannte CODAs bezeichnen die Gebärdensprache als ihre Muttersprache.
Gehörlose Kinder in Österreich können Deutsch nicht über das Hören erlernen. Sie können jedoch Gebärdensprachen natürlich und automatisch über das Auge erwerben, genauso wie hörende Kinder Lautsprachen über das Ohr. Die deutsche Sprache muss hingegen zu einem späteren Zeitpunkt gezielt, gesteuert und bewusst erlernt werden und ist für gehörlose Menschen eine Fremd- bzw. Zweitsprache.
Um hier Abhilfe zu schaffen, fordert der ÖGLB schon seit langem die Anerkennung der ÖGS als Muttersprache gehörloser Kinder um auch den Unterricht in Gebärdensprache zu ermöglichen und den Anspruch darauf gesetzlich zu verankern. Es bedarf einer umfassenden Reform des österreichischen Schulsystems um die Barrierefreiheit zu verankern.
(ep)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt