SOB Nr.47 Wege zum Selbstbestimmten Leben

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Forum Selbstvertretung Okto TV - 17.11.2017
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Oswald Föllerer:
Ich heiße Oswald Föllerer. Wir sind heute im ÖGB-Haus. Eine Fachtagung zum Selbstbestimmten Leben.

Christian Perl:
Herzlich Willkommen zur unserer Fachtagung zum Selbstbestimmten Leben, heute hier in Wien. Mein Name ist Christian Perl und ich darf diese Fachtagung nun gemeinsam mit dem Forum Selbstvertretung, das zum Österreichischen Behindertenrat gehört, moderieren.

Oswald Föllerer:
Wie heißt du bitte? Von wo kommst du her?

Andreas Zehetner, Selbstvertreter:
Mein Name ist Andreas Zehetner und ich bin Selbstvertreter in Niederösterreich und im Präsidium des Österreichischen Behindertenrates.

Oswald Föllerer:
Was hat dir bis jetzt gefallen in der Fachtagung von Selbstbestimmtes Leben?

Andreas Zehetner, Selbstvertreter:
Die Eröffnung war total super. Ein großes Lob an das Team des Forums Selbstvertretung.

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Wir ersuchen jetzt den Herbert Pichler die Begrüßung vorzunehmen. Herbert Pichler ist Präsident des Österreichischen Behindertenrates.

Herbert Pichler:
Ich möchte sie herzlich begrüßen im Namen des Österreichischen Behindertenrates und ebenso herzlich begrüßen im Namen des Österreichischen Gewerkschaftsbundes.

Oswald Föllerer:
Wie heißt du?

Lucia Vock, Selbstvertreterin:
Mein Name ist Lucia Vock. Ich bin Selbst- und Interessenvertretung bei Jugend am Werk.

Oswald Föllerer:
Was hat dir bis jetzt heute gefallen zu dem Thema Selbstbestimmung?

Lucia Vock, Selbstvertreterin :
Die Workshops waren sehr interessant. Am besten, ich war beim 2. Workshop. Da hat ein Interessenvertreter erzählt, wie er eine eigene Wohnung geschafft hat. Er war zuerst in einer Wohngemeinschaft. Wie er es geschafft hat. Ich befürworte das sehr. Es sollte sehr viel selbstbestimmt sein. Man sollte schauen, dass die Leute von den Wohngemeinschaften heraus und in eigener Wohnung mit Unterstützung kriegen.

Oswald Föllerer:
Was hat dich bis jetzt beeindruckt?

Robert Bacher, Fonds Soziales Wien:
Naja, es ist erstens einmal ein unheimlich wichtiges Thema. Ich finde es auch gut, dass Menschen mit Behinderungen da sind und wie viel Leute, wie viele Menschen mit Behinderungen da sind. Und das intensiv diskutiert wird. Dass es sich ernsthaft wirklich auch, die Leute sich mehr auseinandersetzen. Wie kann ich zu mehr Selbstbestimmtheit und wie kann ich selber mehr in die Hand nehmen. Das ist einfach der richtige Weg. Das ist das richtige Thema überhaupt, was da heute bei der Tagung stattfindet, weil ansonsten wären nicht so viele Leute da. Und das beeindruckt mich.

Oswald Föllerer:
Was würdest du noch verändern? Oder was wären deine Wünsche das umzusetzen, was heute geschehen ist.

Lucia Vock, Selbstvertreterin:
Dass die Politiker mehr schauen auf die Wünsche und Anliegen, was behinderte Menschen haben. Entschuldigen Sie, dass ich das so sage. Es wird immer sehr viel geredet, diskutiert und das können wir machen, aber umgesetzt wird nichts davon.

Oswald Föllerer:
Was würdest du bei dieser Tagung mitnehmen oder wirst du versuchen etwas zu verstärken oder zu verändern?

Robert Bacher, Fonds Soziales Wien:
Noch ist die Tagung nicht aus. Ich bin schon neugierig auf die Ergebnisse. Ich bin schon neugierig auf die Dokumentation, die nachher stattfindet. Eigentlich ist es immer so, wenn ich auf irgendwelche Veranstaltungen gehe. Insbesondere dort, wo Menschen mit Behinderungen, die Mehrheit das Programm gestalten. Da nehme ich immer etwas mit, weil das sind unsere Kunden und Kundinnen. Die sagen uns quasi, was sie haben wollen und was ihnen wichtig ist und was sie brauchen. Und je nach Ergebnis und was sie quasi fordern, schauen wir bestmöglich. Wir können auch nicht alles erfüllen, aber wir schauen bestmöglich, dass wir die Sachen umsetzen können.

Lucia Vock, Selbstvertreterin:
Ich von mir aus selber, würde verändern, dass es vielleicht für mehr leistbare barrierefreie Wohnungen gibt, die man sich leisten kann. Und das man viel mehr Unterstützung gibt für Menschen mit Lernschwierigkeiten im Punkt Assistenz usw. Das würde ich verändern, wenn ich könnte.

Andreas Zehetner, Selbstvertreter:
Ich war bei dem Pressegespräch. Es hat sich wieder einmal herausgestellt, dass Oberösterreich, die Steiermark und Wien sehr weit vorangeschritten sind. Das noch sehr viel zu tun ist in den restlichen Bundesländern Österreichs. Eine große Bitte ist an die Politik: dass sie handelt und die Umsetzung der UN-Konvention vorantreibt.

Mag.a Christina Wurzinger, Monitoringaussschuss:
Ich finde es eine ganz wichtige Veranstaltung. Sehr stark ist für mich herausgekommen, dass es ganz unterschiedliche Wege für ein selbstbestimmtes Leben gibt. Das es ganz besonders darauf ankommt, dass die Leute auch eine Wahlmöglichkeit haben. Und individuelle, also für sie angepasste Unterstützung bekommen dort hin. Für jeden ist der Weg ein anderer. Aber jeder kann diesen Weg gehen, wenn die notwendige Unterstützung da ist.
(ep)
Foto: Sendung ohne Barrieren
Video: Gebärdenwelt