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Das Dorf der Stille

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Das Dorf für taubblinde Menschen
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Am Freitag, den 24. April 2015 wurde der Film "Das Dorf der Stille" auf ARTE gezeigt. In der Mediathek von ARTE kann der Film sieben Tage lang online angeschaut werden, siehe Link weiter unten.

Fischbeck, das ist ein Dorf für taubblinde Menschen in der Nähe von Hannover. Dort haben Heidi und Bernd Umbreit über ein Jahr Menschen beobachtet, die mit drei Sinnen die Welt erleben und begreifen. Tastend, riechend, schmeckend. Und sie zeigen, dass diese Welt weder dunkel noch stumm ist. Sie zeigen Maria, Olli, Theo und die anderen in ihrer Freude: wie sie mit ihren BetreuerInnen kuscheln und kommunizieren, wie sie sich der der Sonne entgegen räkeln und an den Handläufen durchs Dorf bewegen, wie sie lernen, kleine Arbeiten selbstständig auszuführen.

Entstanden ist ein Film, der Einblicke gibt in eine Welt, von der die meisten Menschen gar nicht wissen, dass es sie überhaupt gibt. Es sind die BetreuerInnen, die diesen Film tragen, die ihren Schützlingen eine Stimme verleihen. Die ZuschauerInnen werden mitgenommen in diese Welt, die ihn vielleicht nachdenklich, aber nicht bedrückt entlässt.

Inhalt:
Maria kam gehörlos und blind zur Welt, weil ihre Mutter in der Schwangerschaft an Röteln erkrankt war. Maria weiß nicht, dass der Himmel blau ist und ihre Betreuerin Kathi blonde Haare hat. Aber sie erkennt sie. An den Ohren und an der Nase. Und die muss sie befühlen, immer und immer wieder.

Olli weiß nicht, was Fußballweltmeisterschaft bedeutet oder Fukushima, aber er kann an kleinen Holztäfelchen - seinem Wochenplan - fühlen, wann er Massage hat oder mit dem Hund spazieren gehen darf. Und er hat sehr eindeutige Gesten für seinen Wunsch nach Kaffee und Kuchen. Den hat er oft und deshalb deckt er gerne nachmittags den Tisch für seine Wohngruppe.

Theo weiß nicht, was es bedeutet, Krebs zu haben. Aber er übersteht seine Operation, weil sein Betreuer Peter bei ihm ist und seine Hand hält. Und weil er die Decke, unter der er sich geborgen fühlt, mit ins Krankenhaus mitnehmen darf.
(cg)
Foto: © SWR/Peter Putz
Video: Gebärdenwelt

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