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Interview mit dem gehörlosen Maler Rudolf Werner

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Ein Gespräch über seine Werke "Freiheit der Gebärdensprache" und "Hände"
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Hallo, Herr Werner! Sie stellen momentan Ihre Bilder aus. Sie sind wunderschön und vermitteln dem Betrachter Kraft. Wie nennen Sie ihre Bilder? Welche Themen behandeln sie und was bedeuten sie? Hier haben wir zum Beispiel das Bild "Freiheit der Gebärdensprache". Können Sie es uns bitte erklären?
Beim Bild "Freiheit der Gebärdensprache" ist die Hintergrundfarbe blau. Blau verdeutlicht die Kälte der hörenden Welt, die Spannungen zwischen Gehörlose und Hörende. Die Steinmauer, die Sie sehen, ist eingebrochen. Wie die Berliner Mauer, die damals niedergerissen wurde. Die Steinmauer bezeichnet das Einstürzen der Übermacht des Oralismus.

Die Gehörlosen in Deutschland kämpfen lange Zeit gegen den Oralismus. Die Gebärdensprache war verboten und man wurde gezwungen zu sprechen. Aber mit der Anerkennung der Gebärdensprache siegten die Gehörlosen! Sie gewinnen mit der Gebärdensprache! Darum ist ist diese Mauer durchbrochen. Sie versinnbildlicht die Freiheit der Gebärdensprache. Das Bild zeigt die Freiheit der Gebärdensprache!

Auf dem Bild "Hände" sieht man zwei Hände mit rot und kräftig lackierten Fingernägeln. Die Finger sind starke, stolze Symbole. Ich sehe darin zB. die Hände eines besonderen Schauspielers. Der Schauspieler könnte uns, die Zuschauer, mit viel Humor zum Lachen bringen. Was für ein toller Witz! Um die Menschen zum Lachen zu bringen, deswegen zeichnete ich dieses Bild.

Die Bilder vermitteln der Gehörlosengemeinde viel Kraft! Ihre Bilder haben einen exterm starke Ausdruck!

Vielen Dank für das Interview!
(ERSR)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt

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