Filmtipp: Die Goldfische

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"Menschen mit Behinderung wollen nicht über ihre Behinderung definiert werden"
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Alles, bloß kein Drama über das Leben mit Behinderung. Als der Regisseur und Drehbuchautor Alireza Golafshan beim Filmprojekt "Die Goldfische" einstieg, reizte ihn vor allem, dass es eine Komödie werden sollte. Ein lustiger Film über Menschen, die so leben, denken und fühlen, wie andere ohne Behinderung auch. Das ist geglückt.
Vergnüglich und warmherzig erzählt das rasante Leinwandabenteuer "Die Goldfische" mit Tom Schilling und Jella Haase von einem Ausflug in die Schweiz, der im Chaos endet. An Bord eines alten, klapprigen Kleinbusses: Die Bewohner einer Wohngemeinschaft von Behinderten und der Bankmanager Oliver, der seit einem Autounfall im Rollstuhl sitzt und kriminelle Pläne schmiedet. Erstmals spielt laut Produktion zudem eine junge Frau mit Down Syndrom eine Hauptrolle: Luisa Wöllisch ist die WG-Bewohnerin Franzi, die auf der Reise endlich ihre Sehnsucht nach Glamour stillen will.
"Menschen mit Behinderung wollen nicht über ihre Behinderung definiert werden", erklärt der Regisseur. Also kein Film darüber, wie man mit Autismus oder Down Syndrom lebt. Das sei für die Betroffenen kein Thema. "Es ist einfach nur ihr Leben, das sie nicht unbedingt als ein Problem ansehen." So entstand die Idee: "Lass uns da reinspringen und die Figuren ein tolles Abenteuer erleben lassen".
(APA)
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