Vortrag Johannes Carniel: Arbeit und Perspektiven des AOB Teil 1

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Das Austrian Ombudsman Board (AOB) überwacht die öffentliche Verwaltung seit 1977
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Johannes Carniel:
Mein Name ist Johannes Carniel, ich arbeite in der Volksanwaltschaft und arbeite dort als Jurist.
Unsere Aufgabe ist in erster Linie, das wir Probleme, die Menschen die Probleme mit der österreichischen Verwaltung haben, prüfen und suchen Lösungen für die Menschen.

Wo sind noch kritische Barrieren in Österreich vorhanden?

Ich glaube aus meiner Arbeit, kann ich sagen, dass wir immer noch überrascht sind, dass sowohl in der Verwaltung als auch im Dienstleistungsbereich, es noch ein mangelndes Wissen über den Begriff Barrierefreiheit gibt. Es ist immer noch nicht klar, wie umfassend Barrierefreiheit eigentlich ist oder sein sollte und deswegen gibt es in diesem Bereich leider noch sehr viel zu tun.
Beispiele könnten zum Beispiel sein, öffentliche Verkehrsmittel sind teilweise, Bahnhöfe, immer noch schwer zugänglich. Wir haben Probleme mit der Selbständigkeit der Menschen, die auf eine barrierefreie Umwelt angewiesen sind. Das heißt, selbst wenn ich eine mobile Rampe installieren kann, dann bin ich immer noch als Rollstuhlfahrer darauf angewiesen, dass mir eine Assistenz Person hilft.
Barrierefreiheit würde ja voraussetzen, dass die Person die auf den Rollstuhl angewiesen ist, selbstständig die Barriere überwindet bzw. dass die Barriere überhaupt nicht besteht.
Und wenn wir über Zugänglichkeit für gehörlose Menschen und hörbehinderte Menschen sprechen, schon die Kommunikation ist natürlich schwierig. Man hat zwar ein theoretisches Recht auf Dolmetscher, zum Beispiel bei einem Verfahren vor den Sozialversicherungsträgern, dort ist es bereits gesetzlich verankert. Aber es ist noch sehr viel zu tun.
(ep)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt