Deaf Rave gegründet

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Eigeninitiative für Musikinteressierte
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Laut der Zeitung "The Guardian" gibt es immer noch den Mythos, dass gehörlose Menschen Musik nicht so oder gar nicht lieben. Nach und nach verändert sich diese Vorstellung. Bei manchen öffentlichen Veranstaltungen in Großbritannien gibt es barrierefreie Plätze für gehörlose und behinderte Menschen, als Zeichen der Inklusion in der Gesellschaft. Jedoch läuft das nicht immer problemlos ab. Es gibt immer wieder Beschwerden über gehörlose Bürger, die auf ihre Bedürfnisse bei musikalischen Events aufmerksam machen.

Troi Lee, heute 44, hat seine große Leidenschaft zur Musik seitdem er mit 14 Jahren einen Walkman bekommen hatte. Er tritt somit in die Fußstapfen seines Cousins John und ist DJ geworden. Er wurde selbst aktiv und gründete 2003 Deaf Rave für gehörlose Musikbegeisterte. Das ist eine Veranstaltung, die vierteljährlich in London stattfindet. Die Motivation, Deaf Rave zu gründen und zu leiten, kommt von seinen Erfahrungen auf Warehouse-Partys in den früheren 1990er Jahren. Die Faszination für die US-Gebärdensprachdolmetscherin, die bekannt ist für ihre inspirierte Performance und die „visuelle Darstellung von Klängen“ für den Rapper Kendrick Lamar, hat ihn noch zusätzlich angeregt, etwas zu schaffen.
(ERSR)
Foto: Vaya Media
Video: Gebärdenwelt