Gehörloses Kind vielleicht zu Gast bei den Oscars

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"The Silent Child" ist in der Kategorie "Best Live Action Short" nominiert
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Ein sechsjähriges Mädchen aus Swindon, England, wird vielleicht nach Hollywood reisen, weil der Film, in dem sie die Hauptdarstellerin ist, in die engere Auswahl für die Oscars gekommen ist. Der 20-minütige Kurzfilm heißt "The Silent Child" - ins Deutsche übersetzt: "Das stille Kind" - und wurde schon von Kritikern gelobt und bei internationalen Filmfestival mit Preisen ausgezeichnet. Er ist jetzt einer von zehn Filmen in der Kategorie "Best Live Action Short". Am 04.03.2018 wird dann der Gewinner gekürt.
Im Film stellt Maisie Sly ein taubes Mädchen namens Libby dar, das in einer Welt ohne Kommunikation verweilt, bis eine Sozialarbeiterin Gebärdensprache in ihr Leben bringt. Mit der Fähigkeit, sich zu verständigen, stellen ihre mittelständischen Eltern fest, dass sie nicht das Sorgenkind ist, für das sie sie gehalten haben.
Gilson Sly, Maisies Vater, sagte: "Maisie ist über die mögliche Oscar-Nominierung sehr erfreut. Es ist eine wunderbare Reise, die wir als Familie gemacht haben. Sie hofft auf eine weitere Reise nach Amerika."

Die Drehbuchautorin Rachel Shenton, die schon für ihre Rollen in der britischen Seifenoper "Hollyoaks" und der US-amerikanischen Serie "Switched at Birth" bekannt ist, ist selbst mit einem gehörlosen Vater aufgewachsen.
"Da man Taubheit nicht sehen kann und sie nicht lebensbedrohlich ist, ist es Leuten schwer verständlich, dass Taubheit keine Lernbehinderung ist", sagte Shenton.
Maisies Vater sagte: "Ich liebe es, wenn wir ihr über die Botschaft des Filmes erzählen, und sie einfach sagt: Natürlich kann ich alles machen!"
(ep)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt