Petition zur Umsetzung der Gebärdensprache im Bildungswesen

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Gehörlose Personen haben ein Recht auf Bildung
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In Deutschland startete eine Petition, die auf den ungleichen Zugang gehörloser Kindern zu Bildungsangeboten in Schulen aufmerksam macht.

Das Netzwerk "BilingualERleben" hat in Kooperation mit dem Bundeselternverband Gehörloser Kinder und dem Zusammenschluss von Gehörlosen, hörenden Fachkräften und Betroffenen eine Petition gestartet. Sie fordern den Landtag Sachsen und den Bundestag auf, Artikel 24. Abs. 3 und 4 der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen.

Seit der UN-BRK 2009 haben gehörlose Personen ein Recht auf den Gebärdenspracherwerb, Bildung in Gebärdensprache und Gebärdensprachpädagogik. Durch das Fehlen von Fachkräften werden ebendiese von der Chancengleichheit und Teilhabe im Bildungswesen systematisch ausgeschlossen.

Laut Deutschem Gehörlosen-Bund e.V. leben in Deutschland ca. 80.000 Gehörlose. Eines von tausend Kindern wird gehörlos geboren. Die Anzahl kann aber nicht genau bestimmt werden, da Kinder auch im Laufe des Schulalters gehörlos werden. Zusätzlich gibt es in der Bundesrepublik rund 140.000 Schwerhörige, die nach dem Deutschen Schwerhörigen Bund auf einen Gebärdensprachdolmetscher angewiesen sind.

In dem Kampagnenvideo wird von Kindern in Deutscher Gebärdensprache die Frage aufgeworfen, warum ihre Lehrer keine Gebärdensprache beherrschen. Auch Menschen mit Cochlea Implantaten bräuchten für gleichberechtigtes Lernen Gebärdensprachdolmetscher. Unterstützt wird das Netzwerk "BilingualERleben" mit seiner Petition von der Stadt Dresden.

Den Kontakt und ein Youtube Video findet ihr unten:
Magdalena Stenzel: Mobil 0162 439 859 4 - E-Mail:
bilingualerleben@gmx.de
(ep)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt