Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. feierte in Bremen sein 90-jähriges Jubiläum.

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Die Karl-Wacker-Plakette wurde an 3 Personen verliehen.
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An der Feier, welche im Borgfelder Landhaus in Bremen stattfand, nahmen insgesamt 180 Gäste teil und feierten gemeinsam das 90-jährige Bestehen des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V.

Helmut Vogel, Präsident des DGB, beschrieb, was 90 Jahre Deutscher Gehörlosen-Bund e.V. bedeuten und bezog sich dabei auf die drei Stichworte: Zusammenhalt, Engagement und Verantwortung. Diese Worte sind besonders wichtig für unsere Geschichte. Er bedankte sich für die nun 90 Jahre währende, ehrenamtliche Zusammenarbeit insbesondere von gehörlosen Menschen für die Interessen der Gehörlosengemeinschaft.
Abschließend wies er auf drei Ehrungen mit der Karl-Wacker-Plakette, einer ganz wichtigen Auszeichnung des DGB für die überregionale Gehörlosenarbeit, hin und wünschte allen, dass sie den Abend genießen.

Der zweite Redner, der sich mit einem Grußwort an die Gäste richtete, war Ehrenpräsident und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten- Selbsthilfe und Fachverbände e.V., Prof. Dr. Ulrich Hase. Er betonte, dass es seit 170 Jahren eine starke Gehörlosenbewegung gibt, ohne die er sich ein Leben gar nicht mehr vorstellen kann.Schließlich brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. ein starker Partner der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten- Selbsthilfe und Fachverbände e.V. sei. Die zahlreichen offenen Baustellen, könnten in Zukunft gemeinsam bearbeitet werden und dafür müsse noch viel getan werden.

Die dritte Rednerin des Abends war die Präsidentin des Schweizerischen Gehörlosen-Bundes (SGB-FSS), Tatjana Binggeli.Sie betonte die ereignisreiche Geschichte der vergangenen 90 Jahre und die besondere Zusammenarbeit und gute Partnerschaft des Schweizerischen und des Deutschen Gehörlosen-Bundes.

Die vierte Rednerin war die Präsidentin des Österreichischen Gehörlosenbundes (ÖGLB), Helene Jarmer:
"Die Gehörlosengemeinschaft sei wie eine Fußballmannschaft und müsse zusammenhalten, um etwas zu erreichen. Gemeinsam müsse man gegen den Hass, wie er beispielsweise bei Facebook verbreitet wird, kämpfen und die Gleichberechtigung aller Menschen durchsetzen."

Die Karl-Wacker-Plakette wurde das erste Mal 1983 verliehen und seitdem wurden 29 Personen mit ihr ausgezeichnet. Die Ehrenplakette wird an Menschen verliehen, die sich aktiv für die überregionale Gehörlosenarbeit einsetzen. An diesem Abend wurde sie an 3 Personen verliehen,Herr Prof. Dr. Siegmund Prillwitz,Erhard Müller und Hans-Wolfram Kleefeld.

Drei besondere Auftritte hatte über den Abend verteilt der Gebärdensprachkünstler Giuseppe Giuranna, der mit seinen ausdrucksstarken poetischen Bildern beeindruckte, die für gehörlose Personen mit Musik verglichen werden können.
(ep)
Foto: DGB
Video: Gebärdenwelt