dotdotdot - Barrierefreies Filmfestival

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Gebärdenwelt.tv war am 18. August vor Ort
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Lisa Mai: "Hallo! Mein Name ist Lisa Mai, ich bin die Festivalleiterin des Kurzfilmfestivals dotdotdot. Dotdotdot ist eine Art Relaunch (=Neugestaltung) eines Projekts, das wir davor fünf Jahre hier an diesem Veranstaltungsort laufen gehabt haben, das Volkskundemuseum Wien.

Wir haben vor drei Jahren beschossen, dieses Kurzfilmfestivalprojekt einem Relaunch zu unterziehen, weil wir Lust gehabt haben mit barrierefreien Methoden zu experimentieren, wie man Kino und Filmfestival öffnen kann für Menschen, die verschiedene Arten von Bedürfnissen haben, die üblicherweise im Kino so nicht erfüllt werden oder so Hilfsmittel nicht angeboten werden, damit man diese Barrieren überwinden kann.

Wir haben uns im ersten Jahr begonnen darauf zu spezialisieren, Kino für Menschen mit Hörbehinderungen und gehörlose Menschen zu öffnen. Das heißt, unsere Filme an diesen barrierefreien Tagen sind auf Deutsch untertitelt, mit Untertitel für hörbehinderte Menschen. Die Moderationen und Filmgespräche werden in Gebärdensprache übersetzt auf der Bühne und [sind] sehr gut sichtbar. Außerdem gibt es an den Ticketinfos des Festivals Kommunikationsassistenz in Gebärdensprache.

Wer sich schon vorher über das Festival informieren möchte, findet auf unserer Website Informationsvideos in Gebärdensprache, die die wichtigsten Inhalte unserer Websites übersetzen."


Lisa Mai: "Wir beschäftigen uns bei dotdotdot mit Kurzfilmen - das heißt, mit Filmen in kurzen Formaten. Es gibt keinen bestimmten Richtwert und auch keine bestimmte Längenbegrenzung. Es sind ungewöhnliche Formate für’s Kino, die wir hier zeigen. Filme, die üblicherweise einfach zu kurz sind, um im Kino sinnvoll eingesetzt zu werden und wir spielen ein bisschen mit diesen Filmen. Wir kombinieren sie miteinander, wir machen abendfüllende Filmprogramme und versuchen in diesen abendfüllenden Filmprogrammen jeweils ein Thema oder eine Geschichte zu erzählen.

Kurzfilm ist insofern dann auch ein ganz anderes Erlebnis als ein Langfilm, den man sich im Kino ansehen würde, weil in dieser Kürze und in dieser Dichte, die so ein Kurzfilm mit sich bringt, sich unglaubliche Welten auftun.

Das heißt, es gibt immer so einen ganz kleinen Kern der Erzählung, aber ein ganzes Universum an Ideen, was da drinnen stecken kann. Die Wahrnehmung ist einfach von Person zu Person sehr, sehr individuell. Und gerade weil Kurzfilm so viele Ideen auslöst in den Zuschauerinnen und Zuschauern, gerade deshalb ist es irgendwie auch super interessant im Anschluss Gespräch führen zu können über das, was man gesehen hat und sich darüber auszutauschen, welche Ideen die Filme in einem selbst geweckt haben."


(ÖGS-Dolmetscherin: Martina Kichler)
(cg)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt