Der aktuelle Masernausbruch in Kärnten irritiert die Öffentlichkeit

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Per Impfung wäre die potenziell gefährliche Erkrankung auch in Österreich ausrottbar
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Der aktuelle Masernausbruch in Kärnten irritiert die Öffentlichkeit. Per Impfung wäre die potenziell gefährliche Erkrankung auch in Österreich ausrottbar. Aus Anlass der bevorstehenden Europäischen Impfwoche (24. bis 30. April) hat der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller jetzt einen "Nationalen Aktionsplan" erstellt. Gefordert wird auch mehr Unterstützung für Erwachsenenimpfungen.

"Impfungen gehören zu den ganz großen Errungenschaften der Medizin. Mittlerweile beweisen aber die geringen Durchimpfungsraten bei manchen Impfungen sowie die allgemeine Impfmüdigkeit, dass Maßnahmen erforderlich sind, um das Potenzial der verfügbaren Impfungen auch tatsächlich heben zu können", heißt es in der Präambel des "Nationalen Aktionsplan Impfen" des Verbandes (ÖVIH. In Österreich klafft demnach ein erheblicher Widerspruch zwischen Theorie mit akkordierten Impfempfehlungen durch die Experten und der Realität in der täglichen Umsetzung, wurde in einer Aussendung mitgeteilt. "In Österreich gibt es breite Impfempfehlungen, ein gut etabliertes Kinderimpfkonzept, aber leider keine Kostenübernahme für wichtige Impfungen im Erwachsenenbereich. Somit sind die Durchimpfungsraten bei vielen Impfungen zu niedrig. Aus Sicht der impfstoffherstellenden Industrie sind die Ursachen dafür vielfältig. Auch für Notfälle (z.B. wie bei Masernausbrüchen) ist das Gesundheitssystem nicht optimal gerüstet."
(aj)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt