Ära von ÖFB-Teamchef Marcel Koller endet mit Jahresende

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ÖFB-Präsident Leo Windtner braucht einen Nachfolger für Marcel Koller
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Am Freitagabend wurde in Gmunden das Ende einer Ära besiegelt. Der österreichische Fußball-Teamchef Marcel Koller geht mit Jahresende. Sein Vertrag wird nicht verlängert. Diese Entscheidung hat das ÖFB-Präsidium in einer 5-stündigen Sitzung gefällt.

Leo Windtner, ÖFB-Präsident: "Das ÖFB-Präsidium hat mehrheitlich entschieden, dass der Vertrag mit Marcel Koller erfüllt, sprich bis 31.12. laufen wird und dann beendet wird und sodann eine Verlängerung seitens des ÖFB nicht mehr angestrebt wird. Es ist Marcel Koller wirklich für die gute Arbeit zu danken, er hat gut gearbeitet. Das wurde allgemein auch so bestätigt und ästimiert (=respektiert). Es ist aber die nüchterne und realistische Statistik der Ergebnisse der letzten 18 Spiele, wo wir letztlich nur vier gewonnen haben und wie in einem Wirtschaftsbetrieb zu guter Letzt dann am Jahresende das Ergebnis zählt, ist es auch natürlich im Sport so, dass die Resultate letztlich dann ausschlaggebend sind und entscheiden über den Erfolg oder Misserfolg, in dem Fall auch zu einer zu Ende gehenden Ära."

Mit Kollers Abgang geht eine sechsjährige Teamchef-Ära zu Ende. Der Schweizer kann auf 52 Länderspiele und auch durchaus erfolgreiche Zeiten zurückblicken: 2016 führte Koller die Mannschaft zur Euro und auf Platz zehn der Weltrangliste.

Windtner: "Dass diese Sitzung so lange gedauert hat, ist ja auch der Beleg dafür, dass es sich das Präsidium nicht leicht gemacht hat und dass das Thema wirklich nach allen Richtungen hin analysiert, ja dekliniert worden ist. Weil man ja auf der einen Seite die Arbeit des Marcel Koller wirklich zu schätzen weiß, weil wir wissen, dass Marcel Koller doch dem Fußball in Österreich einen Stellenwert verliehen hat und dass aber auf der anderen Seite sehr stark dagegen spricht, die Statistik speziell, seit der Europameisterschaft. Das war wahrscheinlich auch dann das Ausschlaggebende für das Abschlussergebnis."

Koller betreut das Team noch in den restlichen Qualifikations-Partien gegen Serbien und Moldau. Parallel dazu soll ein Nachfolger für den 56Jährigen gesucht werden, teilte ÖFB-Präsident Leo Windtner am Freitag mit.
(APA)
Foto: APA
Video: APA