Was haben Neue Medien mit Demokratie zu tun?

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Neue Form der Beteiligung an Politik
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Sich zu informieren, sich mit anderen Menschen auszutauschen und zu vernetzen, sich wirtschaftlich selbstständig zu machen: Durch Neue Medien können mehr Menschen am politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben. Das gilt für iranische Blogger ebenso wie für kenianische Bauern, die sich per Handy vernetzen und ihre Ware autonomer vermarkten können. Während auch in ärmeren Ländern immer mehr Menschen ein Handy besitzen, hat jedoch nur die Hälfte der Menschen weltweit auch einen Internetzugang.

Über das Internet und Soziale Netzwerke ist es möglich, sich über politische und gesellschaftliche Themen mit anderen Menschen auszutauschen. Allerdings gibt es diese Meinungsfreiheit nicht in allen Ländern: In China und Russland werden Internetseiten gesperrt und Personen strafrechtlich verfolgt, wenn sie sich gegen die Politik der Regierung richten.

Ob diese Neuen Medien auch zu einer stärkeren Beteiligung an politischen Prozessen oder gar zu einer Demokratisierung beitragen, ist heute noch nicht vorauszusehen. In vielen Ländern, darunter auch in Österreich, nutzen immer mehr Menschen Soziale Netzwerke, um sich unter anderem über Politik und das Tagesgeschehen zu informieren. Indem sie auf Facebook, Twitter oder Blogs mit anderen Menschen oder PolitikerInnen diskutieren, nehmen Menschen aktiv am politischen Prozess teil.
Häufig werden NutzerInnen in den Sozialen Netzwerken mit Nachrichten „überflutet“. Für den Einzelnen ist es oft schwer zu beurteilen, wer diese Nachrichten verfasst hat und ob sie auch objektiv überprüft worden sind. Sogenannte „Fake-News“ („fake“: „falsch“) werden zum Teil bewusst eingesetzt, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen oder demokratische Entscheidungen wie Wahlergebnisse anzuzweifeln.

Text: Demokratiewebstatt.at
(ep)
Foto: Erwin Lorenzen / pixelio.de
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