Projekt „SignNonmanuals“- Varietäten der Österreichischen Gebärdensprache

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Der Fokus liegt am Satzbau der ÖGS
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Ich möchte gerne das Projekt „SignNonmanuals“ vorstellen. Ziel des Projektes ist es, dass wir jetzt, innerhalb der nächsten drei Jahre, österreichweit gehörlose Personen, die mit Gebärdensprache aufgewachsen sind, filmen. Geplant ist ein ÖGS-Korpus, wo wir einfach die verschiedenen Varietäten der Österreichischen Gebärdensprache, sprich von allen Bundesländern wenn möglich, aber auch von gehörlosen Personen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlicher Ausbildung filmen. Im Anschluss daran sollen dann natürlich in der Sprachwissenschaft die Videos analysiert werden. Derzeit liegt der Fokus auf der Forschung der Syntax, das ist der Satzbau der Österreichischen Gebärdensprache. Das Ganze erfolgt so, dass die gehörlosen Personen, einige aus dieser Gruppe die davor gefilmt wurden, dann gebeten werden nocheinmal einen Teil ihrer gebärdeten Texte anzusehen und dann zu schauen, wo sehen sie kleine Satzeinheiten bzw. welche nicht-manuellen Elemente können sie erkennen. Daraus entstehen dann sozusagen die Analyse und die Ergebnisse zur Syntax. Unsere Bitte ist jetzt natürlich, dass wir österreichweit gehörlose Personen suchen. Wir möchten alle gehörlosen Personen einladen, die aufgewachsenen sind mit Gebärdensprache, die gerne frei ihr Wissen für die Forschung zur Verfügung stellen, dass sie sich melden, das kann sein bei mir – ich bin Andrea Lackner – angegliedert an der Karl-Franzens-Universität Graz. Es gibt aber einige Kollegen, an die sie sich auch wenden können. Die Kontaktadressen werden dann noch angefügt. Die Meldung kann natürlich ganz einfach über Gebärdensprache erfolgen.
(ep)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt