Dolmetschkosten an der Pflichtschule für Gehörlose

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Streit zwischen den beteiligten Partnern
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Die deutsche Sozialhilfe muss nach Angabe vom JuraForum einer nahezu gehörlosen 17-jährigen Schülerin die Kosten von Gebärdensprachdolmetscheinsätzen zahlen, weil viele der Lehrkräften nicht in der Lage sind, in Gebärdensprache zu unterrichten. Somit kann keine behindertengerechten Beschulung gewährt werden.

Die Schülerin besucht derzeit die zehnte Klasse an der Förderschule für Hörgeschädigte in Chemnitz und kann dem Unterricht kaum folgen. Deswegen beantragte sie auf die Übernahme der Dolmetschkosten für ihren Schulbesuch beim Sozialhilfeträger, der ihren Antrag zunächst ablehnte. Denn die Förderschule sei zuständig für die barrierefreie Wissensvermittlung, so der Träger.

Schlussendlich hat der Sozialhilfeträger auch die Möglichkeit, gegen diese Förderschule Erstattungsansprüche geltend zu machen.
(ERSR)
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Video: Gebärdenwelt