Was passiert bei einer künstlichen Befruchtung?

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Eine künstliche Befruchtung sollte wohl überlegt sein
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Künstliche Befruchtung wird von Paaren wahrgenommen, die auf natürlichem Wege kein Kind bekommen können. Wir zeigen euch heute, welche verschiedenen Arten von künstlicher Befruchtung es gibt und welche davon in Österreich erlaubt sind.

IVF (In vitro Fertilisation): Dies ist die häufigste Methode der künstlichen Befruchtung.
In Vitro steht für die Befruchtung im Glas. Der Frau werden Eizellen entnommen und diese werden in einer Petrischale mit den Samenzellen des Mannes befruchtet. Danach wird die Eizelle wieder in die Frau eingepflanzt.

GIFT (engl.: Gamete Intrafallopian Transfer): Diese Methode ist heute sehr selten und setzt voraus, dass mindestens ein Eileiter der Frau noch funktionstüchtig ist. Hier wird die Eizelle ebenfalls außerhalb des Körpers mit den Samenzellen befruchtet und über einen Katheter der Frau eingesetzt.

ICSI ( intrazytoplasmatische Spermieninjektion): Diese Methode kommt zum Einsatz, wenn die Spermien des Mannes nicht mehr funktionstüchtig sind. Bei diesem Vorgang muss vom Arzt jede einzelne Eizelle entnommen und anschließend mit einer Samenzelle unter dem Mikroskop zusammengeführt werden. Die Erfolgschancen bei dieser Befruchtungsart stehen bei 20 Prozent, häufig kommt es aber auch zu Mehrfachschwangerschaften.

Leihmutterschaft: Diese ist in Österreich verboten. Man bezahlt eine Frau für die Austragung des Kindes. Es gibt verschiedene Arten von Leihmutterschaften, bei der der Leihmutter zum Beispiel Eizelle und Samen eingesetzt werden und sie dadurch als menschlicher Brutkasten fungiert.

Jede Art der künstlichen Befruchtung ist sehr zeit- und kostenintensiv. Außerdem muss sich die Frau für fast alle Methoden einer umfangreichen Hormontherapie unterziehen.
(ep)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt