Amerikanische Gebärdensprache (ASL)

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ASL - die Gebärdensprache und ihre Geschichte
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Die amerikanische Gebärdensprache ist die Erstsprache gehörloser und schwerhöriger Menschen in den USA und in Kanada. Sie wird auch auf den karibischen Inseln, in Guatemala, in Südostasien, auf den Philippinen und in Hongkong verwendet. Außerdem wird sie in Nigeria, Ghana und anderen afrikanischen Ländern benützt.

Seit wann gibt es ASL? Wie kam es zur ihrer Entstehung? Die ASL hat eine eigene interessante Geschichte. Sie ist aus der alten französischen Gebärdensprache (LSF) entstanden und ihr Ursprung liegt teils auch bei der Gebärdensprache der Bewohner der Insel Martha’s Vineyard und andernteils bei den Zeichensprachen der nordamerikanischen Indianer. Alles zusammen führte dann zur Entwicklung der amerikanischen Gebärdensprache, vor allem, nachdem 1817 Thomas Hopkins Gallaudet und der gehörlose Franzose Laurent Clerc die erste Amerikanische Schule für gehörlose Kinder in Hartford, Connectitut gegründet hatten.

Mit der Zeit gewann die ASL einen immer höheren Stellenwert, da an der Gallaudet University, der weltweit einzigen Universität für Gehörlose und Schwerhörige, ein Zuwachs an gehörlosen Akademikern aus Ländern mit verschiedenen Gebärdensprachen in den USA zu verzeichnen ist.

Wie entwickelte sich ASL zu einer einheitlichen nationalen Gebärdensprache?

Früher benützten gehörlose Menschen in den USA verschiedene andere Gebärdensprachen, Dialekte sozusagen. Es kam sehr oft vor, dass Eltern und gehörlose Kinder zuhause eine eigene Gebärdensprache erfanden, um miteinander zu kommunizieren, die dann auch in deren Umfeld verwendet wurde.
Zwei ursprüngliche Gebärdensprachen von den Ureinwohnern, den Indianern Nordamerikas und den Bewohnern Martha’s Vineyards, sind heute leider nur noch die historische Gebärdensprachen.

Einige Beispiele von ASL:

I love you.

What is up with up?

How are you?
(ERSR)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt