Der kleine Affe und der Mond (4/4)

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"Und heute mache ich meinen ersten richtigen Ausflug alleine," sagte das Äffchen.

"Ausflug?" fragte das Vögelchen. "Du hast doch gar keine Flügel! Wie fliegst du denn?"

"Oh ja", lachte der Affe. "Das war in deinem Sinne etwas unpassend! Ich habe keine Flügel und ich fliege auch nicht. Diese Worte verwenden meine Eltern, wenn sie einen schönen Tag erleben. Und das außerhalb unseres Zuhauses.
Das Ziel ist für uns dann, kurz wo anders zu sein. Zum Bespiel an einem See. Abends kommen wir dann wieder nach Hause!"

"Und was ist heute dein Ziel?" fragte das Vögelchen.

"Der Mond", antwortet der Affe. "Ich finde ihn sehr interessant und ich schaue ihm abends gerne zu.

Somit klettere ich heute ganz hoch hinauf. Bis zum Ende des Baumes! Ich will dem Mond ein Stückchen näher sein!"

"Ah", sprach das Vögelchen und zwitscherte: "Du kletterst bis in die Baumkrone! Da komm ich mit! Der Mond und die Baumkrone interessieren mich auch. Diese habe ich bisher nur von hier unten aus gesehen. Meinst du, wir schaffen es bis heute Abend zum Mond?"

Das Äffchen lachte: "Ja, ich dachte auch, dass ich bis zum Mond komme. Meine Mama sagte, dass der Mond von dort oben nur zu sehen sei. Für das anfassen ist er wohl zu weit weg.
Schön, dass du mitkommst."

"Komm", sagte das Vögelchen, "los geht es!"

Der Affe kletterete los und der Vogel flog neben ihm her. Zu zweit machte es viel Spaß. Und sie spielten ein Spiel: - Was ist schneller: klettern, oder fliegen.

Mal war der Affe schneller und mal das Vögelchen. Sie lachten, als das Vögelchen einmal einen Ast an den Kopf bekam. Es war so beschäftigt den Kletterkunststücken des Äffchens zuzusehen, dass es seinen Weg etwas verfehlte.

Als beide oben in der Baumkrone ankamen wurde es bereits dunkel. Die Abenddämmerung setzte ein.
Beide setzten sich in die Baumkrone und schauten zum Mond. Dieser war groß und rund. Ein wunderschöner Anblick.
Beide Tiere waren zufrieden.

Der Mond war von hier oben ganz anders zu sehen. Der freie Blick in den Himmel war wunderschön. Sie schliefen geborgen und zufrieden ein.


ENDE


(Eine Geschichte von Bianca Winter mit Gemälden von Judith Mayer, Verlag WinterZauber)
(cg)
Foto: Gebärdenwelt
Video: Gebärdenwelt